50 / 50 für Disneyland

Brav sind wir gestern früh ins Bett gegangen (das war auch das erste Mal möglich auf dieser Tour) um heute morgen um kurz nach acht nach Disneyland Tokyo aufzubrechen. Da hatten wir direkt auch das Gefühl wie voll es doch in der Rush Hour in den U-Bahnen werden kann. Mit etwas Umwegen, weil wir den richtigen Bahnhof nicht gleich gefunden haben, sind wir im Disneyland angekommen.

Mit ¥ 7400 p.P. ist der Eintritt schon ordentlich! Aber dafür ist es ja auch Disneyland! Und als ob Japans Wetter uns den Abschied besonders leicht machen wollte fing es auch pünktlich zum Eintritt in den Park an zu regnen, stark, dann wieder weniger, dann wieder mehr, dann weniger, dann mehr; zusammengefasst: es war nass. So haben wir uns gleich im ersten Laden im Park mit günstigen Capes augestattet und Volker hat kurzerhand, um nicht weiter klatschnass herumzulaufen, sein Mitbringsel angezogen. Na wenn das einer tragen kann dann doch wohl er!

Was Attraktionen angeht bietet das Disneyland die Klassiker-Mountain: Space, Big Thunder und Splash. Unser erstes Ziel war aber die StarWars 4D-Attraktion Star Tours. Vielleicht war’s aber auch ein Rave?

Dann haben wir auch das Fastpass-System verstanden. Du löst ein Warteplatz-Ticket, kommst dann zu der aufgedruckten Zeit zur Attraktionen und kannst dann, an der regulären Schlange vorbei, direkt einsteigen. Feine Sache, gleich Mal für Space und Big Thunder Mountain abgecheckt. Ersteres konnten wir dadurch entspannt um 13.30, zweiteres um 17.15 Uhr wahrnehmen. Dazwischen haben wir Smallworld besucht; eine eigentlich liebevoll gestaltete Puppenwelt mit einem furchtbar nervigen Lied, die vielen Kinderwagen vor der Tür hätten uns komisch vorkommen sollen. Aber es war im Trockenen. Wir waren in der Haunted Mansion,

die irgendwie gar nicht so gruselig war und deshalb Martin kurzerhand Maddes erschreckt hat, damit irgendwas passiert, im schweizerischen Baumhaus,

haben vorm Schloss gestanden,

Ananas-Bacon-Pizza und Cheese-Potato-Balls und

Fleischeis, äh, Truthahn-Keule probiert,

haben eine wilde Jungle-Fahrt gemacht,

wurden in Toon Town fast verhaftet,

bevor wir uns ins All haben schießen lassen.

Alles in allem war es sehr schön gestaltet,

die Darstellenden und Mitarbeitenden waren alle mega engagiert, aber dieser Regen!

Deshalb, und wegen dem Adrenalinpegel bei den Fahrgeschäften, steht es jetzt unentschieden für und gegen Disneyland. Insgesamt kommt es aber auf jeden Fall auf die „jetzt haben wir das auch Mal gemacht“-Liste.

Gegen 20 Uhr waren wir wieder im Hotel, Aufwärmen und Ausruhen. Den feierlichen Abschluss bot ein letzter Ramen. Und weil wir ja Nara-Ramen-Jünger sind und Ramen-san als Ramenverantwortlicher uns nicht irgendwas essen lassen kann, hat er den Nara-Ramen auch hier in Tokyo in Gehweite zu unserem Hotel gefunden.

Morgen geht’s schon wieder heim, aber wir melden uns nochmal mit einem Abschlussresümee am Wochenende, wenn wir direkt mal in Bamberg spielen. Bis da hin schon vielen vielen Dank, dass ihr (wieder) mit uns mitgekommen seid, どうもありがとうございます – Dōmo arigatōgozaimasu oder wie man so schön sagt „Alligator Gaißemaß!“

Outtabreaka – das Finale!

Gestern war eigentlich nicht viel mit uns anzufangen. Um nicht wieder zu viel Mitleid zu ersuchen, lassen wir das einfach so stehen. Wir haben alle endlich einmal anständig ausgeschlafen. Zum Frühstück gegen eins gab’s dann Sushi um die Ecke. In einem kleinen Separee wurde wir mit einem komplexen Auswahlmenü via Tablet konfrontiert. Aber Maddes hat die Situation fachmännisch gemeistert.

Zwei Sushi-Platten und eine Sushi-Bowl später (+ super leckere Misosuppe, Salbei-Pudding, in dem allerlei überraschend Snacks versteckt waren, und Mandarinengelee)

war es auch schon Zeit aufzubrechen zum Soundcheck in den Stadtteil Yotsuya ins Outbreak. Haben es gleich wiedergefunden, auch dank dem eindeutigen Schild vor der Tür.

Kurz noch eine Kleinigkeit essen

und ein Bierchen (ja, wir sind nicht minderjährig und ja, wir müssen nicht fahren)

trinken und darauf achten im Restaurant leise zu sein und nicht zu hupen (es gab sehr viele Hinweisschilder im Restaurant, die Geschichte dahinter ist sicher interessant).

Mit Freude haben wir dieses unschlagbare Angebot wahrgenommen:

statt der sonst üblichen 500 – 600 ¥ pro Bier. 28 für 10000 schaffen wir ja locker.

Im Outbreak als unsere letzte Location gebucht zu sein war perfekt. Bereits vor zwei Jahren hatten wir hier ein tolles Publikum und auch dieses Mal waren die Leute voll dabei.

Und eben auch Lee und Tyler waren mit am Start.

Es stand ja noch aus Maddes entsprechend für seine 100. Show bei uns zu ehren, (nein, keine Drummer in Geisha-Gewand!) und die großartige Stimmung im Outbreak schien uns angemessen. Wir haben ein T-Shirt gekauft, entsprechend beschriftet, feierlich übergeben

und anschließend alle unterschreiben lassen.

Es war übrigens das größte Shirt, das wir auftreiben konnten, kann aber niemals passen. Wir werden es wohl für ihn rahmen. (In diesem Zusammenhang passt auch die Geschichte kurz vor dem Auftritt gut. Wir liefen die Straße entlang, ein älterer Herr mit kleinem Kind an der Hand lief uns entgegen, sah Maddes, lachte ganz herzlich, zeigt auf Maddes Bauch, ahmte einen großen Bauch nach und ging immer noch lachend weiter. Muss ein besonderer Moment für den älteren Herren gewesen sein… Maddes ist eben the real Onaka-san (Bauch))

Neben unserem Tourabschluss war es auch zugleich der vierte und letzte Gig mit den Jungs von The Volts.

Wir haben uns sehr herzlich verabschiedet und sie haben uns auch gleich wieder eingeladen. Wir sie auch nach Deutschland, aber das können sie wohl nicht stemmen, sowohl was Urlaub als auch Kosten angeht.

Mit fast der letzten Bahn (die U-Bahnen Tokios fahren bis ca. 0 Uhr) sind wir zurück nach Akasaka gefahren. Kurzes Sortieren im Hotel und auf ins nächste Izakaya. Da haben wir uns sehr gut unterhalten, wieder mehr über die japanische Kultur und Gebräuche gelernt und eine relativ große Menge Sake konsumiert.

So mag es der Sake gewesen sein, der gegen drei aus Volker sprach und sagte „Kommt, wir gehen jetzt zum Karaoke!“

Gesagt getan – in einem kleinen Raum sangen wir zu den Liedern, die wir schon immer mochten, wenn auch mehr schlecht als recht. Vielleicht sollten wir lieber nichts mit Musik machen.

Dementsprechend früh suchten wir das Hotel auf als es schon wieder sehr hell war

und mittlerweile waren wir so müde, dass wir es kaum ins Zimmer schafften.

Den heutigen Tag haben wir dann alle irgendwie nicht so richtig erlebt, Volker hat sich massieren lassen und im Park ausgeruht,

die anderen eigentlich nur geschlafen. Kaum das es dunkel wurde brach aber schon wieder der Tatendrang durch – Volker: „Kommt wir gehen Fugu essen!“. Ja warum eigentlich nicht, wo sonst kommt man so leicht an Kugelfisch? Kann man die sich hier direkt aussuchen?

Um möglichst vielfältig zu probieren entschieden wir uns für Fugu als Sashimi,

gegrillt

und gekocht.

Als dann die großen Fischstücke kamen waren wir doch überrascht, dass er so frisch ist, das er sich noch bewegt!

Spoiler vorne weg: es geht allen, die gegessen haben, gut! Das Gift wirkt spätestens nach 2 h und als die vorbei waren haben alle sich nochmal aus dem Hotelzimmer gemeldet mit einem kurzen Lebenszeichen. Übrigens ist eine Vergiftung mit Kugelfischgift dadurch tödlich, dass es die Muskulatur lähmt, man stirbt an Herzstillstand oder Ersticken. Aber zurück zum Fisch, er war OK, aber geschmacklich nicht das Highlight des Lebens, das ist wohl eher die Gefahr dabei. Hier die Bilderserie von Maddes und Volkers erstem Bissen:

Maddes kommentierte es auch direkt mit „Hm, schmeckt nach Tod!“

Ansonsten sind wir jetzt auch schon wieder alle bereit zu schlafen; ist auch vernünftig, denn morgen haben wir Disneyland auf der To do! Also gute Nacht und bis morgen!

The Kanpai-Boys formerly known as Pennysurfers

Heute mussten wir langsam machen. Nachdem wir ja gestern in Iwata waren

sind wir heute schon wieder in Akasaka – Tokio.

Kommt einem so vor als seien wir erst eben in Tokio angekommen und zur Tour aufgebrochen, schon steht morgen, am Montag, am Tag der Alten (japanischer Feiertag), der Tourabschluss im Outbreak bevor. Aber noch schwelgen wir nicht in Erinnerungen, noch machen wir sie!

Deshalb erst einmal zurück zu gestern. Wir haben es ja schon angedeutet, Iwata ist jetzt nicht unbedingt das Sightseeing-Highlight unserer Tour, trotz der, für deutsche Verhältnisse, großen Einwohnerzahl, wirkt Iwata wie eine in die Breite gestreckte Vorstadt. Ein Bahnhof mit genau zwei Gleisen, da sind wir ganz anderes gewohnt. Auch fährt der Shinkansen hier nicht her, man muss im 12 min entfernten Hamamatsu umsteigen und mit einem Bummelbähnchen fahren. Das Hotel haben wir aus diesem Grund auch strategisch günstig direkt am Bahnhof gewählt, denn in der Stadt gibt es nichts und wir waren ja nur zum spielen und schlafen da.

Aufgrund der großen Distanz zu Osaka war uns der Soundcheck zeitlich nicht möglich, wir sind aber pünktlich zum Konzertbeginn im Livehouse eingetroffen. Das war wieder ein bisschen wie die ersten Erfahrungen vor zwei Jahren; als Ausländer waren wir augenscheinlich anders und fielen auf. Man war reserviert

und die Kontaktaufnahme schwierig, da die meisten nicht offenbarten zumindest etwas Englisch zu beherrschen. Um das Livehouse gab es nichts zu Essen und der nächste 7eleven (kleiner Supermarkt für alles) war unglaubliche 500 m weg. Das ist echt eine Distanz, normalerweise sind die Dinger alle paar Meter zu finden. Also willkommen auf dem Dorf!

Nach den ersten paar Bier und den ersten Bands,

wurde die Hemmschwelle aber schnell überwunden. Besonders der Besitzer des Livehouses, ein älterer Herr, gechillt in roséfarbenem Unterhemd und Basecap mit Hang zu Samurai-Kampfkunst, hat schnell den Kontakt zu uns aufgenommen und, moderner Technik sei Dank, über die Übersetzungsfunktion seines Handys mit uns gesprochen. Genial, wenn man sich das überlegt: keiner kann die Sprache des anderen und doch kannst du dich ganz normal austauschen! Und so kam es, dass Maddes plötzlich ein Samurai-Schwert in der Hand hatte, Volker einen Bademantel trug und sie das Führen eines Schwertes erläutert bekamen. (Keine Sorge, ist ein Kunststoffschwert, Volkers Arm ist unbeschädigt!)

Als vorletzte Band durften wir unser Können in den Ring werfen und wir müssen anerkennen, dass die anderen Bands bereits eindrucksvoll vorgeliefert hatten! Aber kaum das wir auf der Bühne waren, unser Bühnenbier bereit gestellt hatten (das bereits zu verwirrtem Gelächter führte, denn die anderen Bands trinken zumeist maximal Wasser, und wenn, dann nicht drei Bier p.P. in 30 min) und die ersten Lieder gespielt hatten, die immer mit einem allgemeinen „Kanpai!“ abgeschlossen wurden, waren wir aufgenommen in die Familie der family music stage. Fast hätten wir schon da das letzte bisschen Merch an den Mann gebracht, aber wir haben noch ein T-Shirt und drei CDs für morgen Abend übrig.

Nach der letzten Band waren wir etwas unschlüssig, was zu tun ist, zurück ins Hotel schien wenig verlockend, so spät war es ja noch nicht. Plötzlich wurde aber vor der Bühne aufgetischt. Da in Iwata nicht viel los ist hilft man sich einfach selbst und kocht und brät was das Zeug hält. So haben wir uns mit den anderen Bands, ein paar Gästen und den Leute vom Livehouse bei selbstgemachten Speisen der Mama des Mischers, frisch gekochter Misosuppe, kleinen frisch gebratenen Würstchen (die mit Ketchup und Basilikum mariniert wurden; klingt komisch, aber war echt lecker)

und Bier aus unglaublich großen Bierflaschen zusammengesetzt und einen wirklich schönen Abend gehabt!

Wir wurden auch online recherchiert und auf zwei Dinge angesprochen: 1. Den Bier-Buddha – すごい sugoi! (=wow) 2. Tomonori – ihr erinnert euch, der nette Typ im Eintracht Frankfurt Shirt.

Denn Tsujoshi ist ein Klassenkamerad von Tomonori.

Und mal ganz ehrlich, wie stehen die Chancen, dass, wenn du jemand aus Toyohashi bzw. Nagoya kennst, du seinen Kumpel zufällig in einem ganz anderen Städtchen triffst. Offensichtlich gut. Tsujoshi fand das auch genial und hat Tomonori gleich angerufen. Im Nachhinein fiel uns dann auch ein, dass Tomonori Fan von Jubilo Iwata ist. Lag eigentlich nahe. Korrektur der Redaktion: Er ist absolut gar kein Fan von Iwata; sein Herz schlägt für Shizuoka Pulse! Und da unsere ursprüngliche Behauptung vergleichbar wäre in seiner Tragweite mit Schalke/Dortmund geht das natürlich gar nicht! ごめんなさい

Irgendwann muss man aber auch das schönste Fest verlassen und so sind wir nach großem Abschied, dem Versprechen wiederzukommen und einer Vielzahl neuer Freunde zurück ins Hotel gewandert. Einige haben dafür mehr Wegstrecke gebraucht als andere, für die war der Heimweg, dem Whiskey und Schnaps geschuldet, etwas kurvenreicher. Und die haben dann auch den Wecker heute morgen mehr als störendes Nebengeräusch wahrgenommen, anstatt ihm Folge zu leisten. Letztlich haben wir aber alle zusammen gefunden und den Weg nach Tokio angetreten. Großes Glück hatten wir dieses Mal den Fuji zu sehen!

1,5 Bento später waren wir auch schon da (den mentalen Zustand im Hinblick auf Schlafmangel oder Kater mal außen vor gelassen).

Vor dem Einchecken einen Aufbau-Ramen,

der Parade und Cheerleader-Show zuschauen (dachten schon die empfangen uns hier so feierlich, jetzt ist aber nur Herbstfest in Akasaka, naja…)

und dann etwas Ausruhen bis zum Abend, der für Erledigungen und einen Besuch unseres Stamm-Izakaya um die Ecke genutzt wurde. Und wer hat uns da begleitet? Tyler und Lee aus Nagoya, die sind extra 7 h (!!) mit dem Bus angereist um morgen bei unserem Tourabschluss am Start zu sein!

Dementsprechend müssen wir jetzt alle Kräfte sammeln, bevor wir dann morgen Abend nochmal alles geben!またね Mata ne – wir sehen uns wieder!

Osaka mol, des war doch ebbes!

Berichten wir von unserem gestrigen Tag. Es blieb ja nicht viel Zeit und wir wollten auch noch etwas von Osaka sehen, das wir bisher noch nicht kannten. Also auf zum Osaka castle.

Die Geschichte des Schlosses geht 450 Jahre zurück, auf eine Zeit der Bürgerkriege Japans. Mehrmals zumindest teilweise zerstört, zumeist durch Kriege (zuletzt im 2. Weltkrieg), aber auch, aufgrund der feueranfälligen Holzkonstruktion, durch Blitzeinschlag, steht das Schloss in seinem jetzigen Zustand seit 1956. Nach seiner Restaurierung in den 90ern wurde es weiter zu einem Museum mit Aussichtsplattform ausgebaut. Das Schloss selbst erreicht man durch eine große Parkanlage, immer wieder durchzogen von Steinwälle, die in sich schon beeindruckend sind; um die 1 Mio Steine sollen hier verbaut sein. Den Eingang des Schlosses erreicht man durch das Westtor.

Das aus japanischem Kirschholz erbaute Tor wird von zwei Steinen eingerahmt, die Tiger- und Drachenstein genannt werden. Bei Regen sollen ein Tiger bzw. Drache sichtbar werden.

Von der Aussichtsplattform hat man einen beeindruckenden Blick über Osaka.

Die im Museum ausgestellten Artefakte dürfen leider nicht fotografiert werden, aber es waren beeindruckende Kriegsrüstungen der Samurai ausgestellt, viele alte Schriftrollen und eine Nachbildung des goldenen Teezimmers des damaligen Herrschers. Zwar nur 3 qm groß, aber im Wert sehr teuer, da neben dem Gold japanische Zypresse verwendet wurde, die, wie wir von Nagoya castle wissen, verdammt teuer ist. Außerdem haben sie geschafft einen kompletten Raum mit Schiebetüren zu bauen – mit nur einem einzigen Nagel. Da kann sich IKEA noch eine Scheibe abschneiden!

Danach blieb auch schon nicht mehr viel Zeit, zurück zum Hotel (kurzen Zwischensnack um nicht plötzlich zu verhungern, der Magen muss ja gedehnt bleiben)

und auf ins Sinkagura zum Soundcheck, 5 min Gehweite vom Hotel. Danach nochmal kurz ausruhen, osaka-typische Tintenfischbällchen probieren

und auf in die Nacht. Als wir ankamen war gerade erste Band am Werk. Zum Schluss trugen sie nur noch recht wenig und beim Schlagzeuger weiß man gar nicht, wie er aussieht.

Cool war übrigens, dass wir wieder mit Bobby gespielt haben, die wir vor zwei Jahren kennengelernt haben. Trikottausch muss sein:

Und tatsächlich war es auch wieder unser Publikum!

Sehr gefreut haben wir uns über das geschenkte T-Shirt von Takahashis Band, dass in der Optik gewisse Ähnlichkeit zum Design der Descendants aufweist.

Zusammen mit Daniel, Engländer, der in Japan lebt, und den Jungs von Bobby sind wir dann noch ins OKO, einem versteckten Laden, in dem es (schon wieder) Okonomiyaki gibt. Frisch zubereitet in einer winzigen Küche.

Eine totale Völlerei, aber Augen verschließen bringt nichts.

Musikalisch haben wir auch hier gleich weiter gemacht, in einer Akustikversion von „In der Tschechoslowakei“ und „20 Flaschen Becks“, sehr zur Freude des japanischen Publikums.

Irgendwann war auch der letzte Bissen vertilgt und wir sind schlafen gegangen, denn heute morgen ging es weiter gen Iwata (2,5 Bento entfernt, obwohl es dieses Mal auch etwas anderes gab),

ein für japanische Verhältnisse, kleines Städtchen mit rund 167.000 Einwohnern. Bis auf den Erstliga-Fussball-Verein und den Hauptsitz Yamaha Motors hat Iwata eigentlich nichts zu bieten und in unseren bisherigen Tourstädten kannte niemand dieses kleine Örtchen.

Auf der Fahrt hierher sind wir wieder durch viele Orte gefahren, natürlich sehr schnell, weil Shinkansen. Dabei fällt auch immer deutlich der Unterschied auf, denn alles ist sehr sehr dicht und verwinkelt bebaut, kaum bis keine Grünflächen oder Bäume dazwischen.

Und heute Abend dann auch bereits wieder ein Gig. Der vorletzte der Tour und viel wichtiger: Maddes 100. mit den Pennysurfers. Wenn das nicht feiernswert ist!

Konstant 100% geht nicht…

…denn nach nahezu zwei Wochen Tour sind wir so langsam urlaubsreif. Obwohl es vorgestern nicht besonders spät geworden ist (obwohl mit dem Hotelzimmerabschlussgetränk war es doch 3 Uhr) mussten ja unter anderem auch die Dosen für den Bierbuddha bereitgestellt werden und die 30°, die wegen der hohen Luftfeuchte weitaus wärmer sind, fordern auch ihren Tribut. Außerdem sind wir ständig unterwegs und bisher acht Auftritte in sechs Städten in nicht ganz 14 Tagen, das ist schon anstrengend. Deswegen bedauern wir von gestern wenig Highlights bieten zu können, aber wir haben einfach mal etwas langsamer machen müssen. Genug des Mitleid heischen, was haben wir gestern getrieben?

Nach dem Zusammenpacken haben wir gegen halb 12 noch einen Frühstücks-Ramen zum Abschied verzehrt. Dann wieder in die Kintetsu-Bahn und eine knappe halbe Stunde später waren wir schon in Osaka.

Dieses Mal befindet sich unser Hotel in Sinshaibashi, genauer Amerika-mura,

einem der belebten und verrückten Stadtteile Osakas. Da wir erst um 15 Uhr einchecken durften, mussten wir irgendwie eine Stunde überbrücken. Bisschen schlendern und in eine Flipper-Arcade stolpern. Wie im Flipper-Paradies! Ninja-Turtles oder Adams-Family, vielleicht auch StarWars oder Guardians of the Galaxy? Lieber musikalisch? Dann Kiss, Stones oder Beatles? Oder etwas mehr Action mit Terminator oder Bond? Da kann man sich wirklich nur sehr schwer entscheiden!

Als wir uns dann von den Flippern lösen konnten war es auch schon Zeit einzuchecken. Anschließend haben wir uns aufgeteilt. Teile von uns haben das Aquarium besucht um nachzusehen, was sich in den vergangenen 2 Jahren verändert hat.

Andere sind ein wenig durch die Gegend geschlendert um Erledigungen zu erledigen und um die lebhafte Atmosphäre Osakas zu genießen. Dotonburi,

vorbei am Hozenjin Tempel, einem im 17. Jahrhundert erbaute buddhistischen Tempel, von dem, nach den Bomben des zweiten Weltkrieges, nur noch zwei Gebäude und eine Statue des Fudo Myo-o übrig geblieben sind.

Fudo ist ein spirituelles Wesen des Buddhismus, das für einen ernsten und starken Charakter steht und eigentlich zumeist sehr böse schaut. Aber weil vor ca. 80 Jahren eine Gläubige Wasser auf die Statue gespritzt hat und ihr im Gebet geäußerter Wunsch danach auch noch in Erfüllung ging, machen das seitdem alle so, wehalb dieser Fudo ganz moosbewachsen und fluffig ist.

Kurz darauf war Sammelpunkt in Shinsekai mit dem Ziel sich den Tsutenkaku anzuschauen. Der 103-m-hohe Sendeturm wurde 1956 erbaut. Ebenso, wie sein zerstörter Vorgänger, lehnt er sich in der Architektur an den Eifelturm an, wenn auch weitaus nüchterner. Die Lichter an seiner Spitze geben die Wettervorhersage für die kommenden Tage bekannt.

Auf die Aussichtsplattform haben wir es leider nicht mehr geschafft, dafür war es schon zu spät. Gerüchteweise haben wir vernommen, dass der Eindruck entsteht, dass wir sehr viel Zeit damit verbringen große Mengen Essen zu verzehren. Das ist so nicht ganz korrekt, das Essen ist nur oft sehr spektakulär und erwähnenswert, weshalb ihm hier so viel Raum gegeben wird. Und wir können uns auch zurückhalten, gestern Abend zum Beispiel: Okonomiyaki –

auf einem Tischgrill zubereitetes Omlette mit verschiedenen Zutaten und Nudeln getoppt mit einer Art Barbecue-Soße und einem großen Löffel Mayonnaise. Ja okay, danach sind wir nur noch langsam gegangen und waren uns einig so schnell nichts mehr zu essen.

Shinsekai ist ein Viertel voller Unterhaltung und Restaurants. Man kann seinen eigenen Fisch fangen und zubereiten lassen, Kugelfisch probieren,

und Glücksspiel fröhnen. Überall sieht man auch Billiken-Statuen.

Die kleine Figur soll Glück bringen, ist der Gott der Dinge, wie sie sein sollten. Gerade in Osaka ist er immens verbreitet. Entworfen wurde er allerdings von einer Kunstlehrerin in 1908 in Kansas, USA, und hat es irgendwie nach Japan und besonders Osaka geschafft.

Wir müssen uns entschuldigen, dass wir heute so spät dran sind, wie gesagt, wir sind nicht ganz so fit. Aber nachher steht schon wieder ein Auftritt an, im Sinkagura. Und dafür sind wir zu 100 % wieder da! Soundcheck war schon mal perfekt!

Du sollst keine anderen Ramen neben mir haben…

Nach Nara sind wir gekommen,

das haben wir ja bereits gezeigt; mit der Kintetsu-Line sind wir gefahren. Für alle, die auch einmal Japan bereisen möchten, ist interessant zu wissen, dass der Japan Rail Pass natürlich eine geniale und preislich attraktive Möglichkeit ist, sich zwischen Städten hin und her zu bewegen, kleinere Städte oder kleinere Bahnhöfe in größeren Städten hingegen werden von privaten Bahnunternehmen betrieben. Kyoto – Nara kostet ca. 5,20 €, dafür sind wir dann aber auch in unmittelbarer Gehweite von Hotel als auch, wie Martin schon anmerkte, DEM Ramen. Dr. Volker hatte uns gestern detailliert aufgeklärt, welche Optionen wir für das Erreichen von Nara haben:

Wie bereits vor zwei Jahren, sind wir wieder im Hotel Halftime (wobei Halbzeit für unsere Tour bereits vergangenen Montag war), sogar die gleichen Zimmer. Gegen halb eins waren wir da, konnten gleich einchecken und dann auf in das heiligste Naras, den Tonkotsu-Ramen-Laden unserer Träume.

Vor einiger Zeit haben wir bereits sinniert welche Superkräfte jedes Bandmitglied hätte, wenn denn welche zu nennen wären. Wirklich einig waren wir uns bei Martin, der in jeder Stadt (somit auch außerhalb Japans) das japanische Essen finden kann und das Restaurant für DEN Ramen benennen kann. Dieser Ramen, eine Mischung aus Gewürzen, einer Einlage aus Schweinefleisch, dazu Frühlingszwiebeln, Bambus, mit gerade perfekt gekochten Ramen-Nudeln in einer Suppe aus halb Hühner-/halb Gemüsebrühe. Ein geschmackliches Gedicht! Unvergleichlich!

Beim Rausgehen sind uns zwei Dinge aufgefallen:

1. Unser Plakat hängt an der Tür.

2. Entweder wir werden uns immer ähnlicher oder wir haben alle nicht mehr viel zum Anziehen oder es gab geheime Absprachen und keiner hat es Martin gesagt.

Danach haben wir uns auch gleich bereit machen um pünktlich zum Soundcheck zu kommen. Das Livehouse Neverland

ist nur knappe 400 m vom Hotel weg. An Gig-Tagen haben wir immer recht wenig Zeitspiel; zumeist zwischen 16 bis 17.30 ist Soundcheck, gegen 18 Uhr öffnet das Livehouse und 4 bis 6 Bands spielen im 45-min-Takt. Da wir heute schon um 15.30 gesoundcheckt haben, blieb anschließend noch etwas Zeit auf dem Zimmer den Ramen und die Anstrengungen der Tour setzen zu lassen. Ihr dürft nicht vergessen, wir sind ja nicht zum Spaß hier, wie Maddes fremdsprachigen Gesprächspartnern immer erläutert „It’s a business trip!“.

Pünktlich zum Showbeginn waren wir wieder im Neverland, heute nur mit japanischen Bands. Reona, der Besitzer, war dieses Mal gut auf uns vorbereiten. Das Trauma von vor zwei Jahren, das wir ihm den Kühlschrank vollständig von Bier befreit haben, hat dafür gesorgt, das er vorgesorgt hat und ausreichende Bier-Vorräte besorgt hat. Und auch haften blieb der Bierbuddha, eigentlich nichts anderes als die triumphale Stapelung aller geleerten Bierdosen. Hier von 2017:

Dieses Mal wurde direkt ein Tisch bereit gestellt für das Vorhaben. Das war Martin aber keine Herausforderung mehr, höher – weiter – schneller!

Was liegt da näher als den Bierbuddha draußen und über das Dach hinaus zu bauen. Wir müssen so ehrlich sein, statisch wäre die Umsetzung nicht ohne klebende Unterstützung möglich gewesen und auch mussten dafür einzelne Bandmitglieder das Dach erklimmen

um letzte Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen. Letztlich waren wir aber alle gemeinsam erfolgreich und haben dem Neverland ein Pennysurfers-Denkmal gesetzt.

Der Gig selbst war super, Nara läuft einfach; zu den Gästen des Livehouses passen wir und unsere Musik!

Reona ist auch sehr um unser leibliches Wohl besorgt, Kanpai,

Kanpai,

und für Reona mussten wir wieder Color of the flag spielen.

Und der Abschluss war wieder im Tenkaippin,

dem Ramen-Lokal unseres Vertrauens, dieses Mal tatsächlich auch mit dem Besitzer des Restaurants. Der hatte nämlich mit seiner Band auch im Neverland gespielt. Und weil es ihm so gut gefallen hat mussten wir uns unter unserem Plakat auf der Wand verewigen.

Noch eine typisch japanische Gruppen-Verschiedung mit großem Dankeschön an alle,

bei der uns wieder das Versprechen abgenommen wurde unbedingt wiederzukommen.

Jetzt müssen aber Onaka-san, Ojicha-san, Biru-san und Ramen-san erst Mal weiter nach Osaka!

Kyoto hat ja noch mehr zu bieten…

Wir haben es ruhig angehen lassen, irgendwann muss man ja auch Mal schlafen. Am frühen Mittag sind Teile von uns nach Higashiyama aufgebrochen. Hier befindet sich der eher traditionelle Distrikt mit kleinen Holz-Häuschen, wie man sie in Japan erwartet. Ein Spaziergang durch das Viertel führte hinauf zu einem Tempel, den die eifrigen Mitlesenden vielleicht wiedererkennen.

Die Sicht auf Kyoto war wunderschön und das Zusammenspiel modern-traditionell beeindruckend.

Natürlich haben auch viele Touristen den Kiyomizu-dera Tempel angesteuert. Für das richtige Fotomotiv wird einiges in Kauf genommen. Da lichtet auch Mama schon mal ihren Junior in provokanten Posen ab.

Durch die engen Gässchen ging es wieder bergab.

Zwischendurch war immer wieder ein Blick auf die Stadt zu erhaschen.

Das Wetter sieht zwar bedrohlich aus, aber tatsächlich ist das Gewitter in einiger Distanz nieder gegangen und brachte so für Kyoto eine leichte Abkühlung. Der Osten der Stadt beherbergt eine Vielzahl an Tempeln und Schreinen. Hintergrund ist unter anderem der Schutz, den die buddhistischen Glaubensgemeinschaften der Stadt gegen die bösen Geistern aus dem Osten geben wollten. So stolpert man immer wieder in einen Tempel, Zen-Garten oder Schrein

bis man das Viertel Gion erreicht.

Zwischenzeitlich haben auch die restlichen Bandmitglieder es geschafft ihre Betten zu verlassen, Nahrung zu sich zu nehmen und sich in das 20 Busminuten entfernte Gion aufzumachen.

Das Viertel beherbergt viele Teehäuser und ist sowohl Ausbildungsort als auch der Ort an dem Geishas ihrem Beruf nachgehen. Geishas sind tatsächlich Allrounder der Unterhaltung. Zumeist fließend in mehreren Sprachen, traditionellen Zeremonien, Gesang, Theater und weiteren schönen Künsten. Einer Festivität mit einer Geisha beizuwohnen ist etwas ganz besonderes und Ausländern zumeist nicht möglich. So leider auch uns. Einzig ein paar Maikos, Geishas in Ausbildung, sind an uns vorbei gegangen. Aber auch so ist Gion sehr sehenswert.

So langsam hat uns aber auch der Hunger gepackt. Ist ja vielleicht schon aufgefallen, so wirklich wesentlich war das Essen an diesem Tag bisher nicht. Also auf nach Ponto-cho, denn es vereint zwei Dinge – Restaurants und Kneipen.

Wenn auch hübsch anzuschauen, waren die Preise in den engen Sträßchen

so überteuert, dass wir weiterzogen. Letztlich fanden etwas weiter weg ein Lokal, dass allen zusagte, Grillen am Tisch. Volker wollte von Anfang an nur eine Kleinigkeit essen, Franco sogar gar nichts. Was liegt da also näher, als sich für knapp ¥ 3700 p.P. ein Auswahlmenü mit Getränkeflat zu bestellen. Franco ist begeistert!

Prinzip war wie folgt:

1. Aus dem Menü gewünschte Speisen auswählen (verschieden marinierte Fleischsorten, Gemüse, Beilagen…)

2. Über iPad mit Bestellnummer immer wieder und wieder bestellen

3. Auf den Tischgrills grillen

4. Irgendwann völlig überfressen sein!

Aber lecker war es und wieder was ganz anderes. So einen Tisch für Zuhause braucht jeder!

Danach haben wir uns aufgemacht in das Kyoto Beer Lab, einer Microbrauerei in der Nähe des Bahnhofs. Der australische Braumeister ist der Schlagzeuger einer der Bands mit denen wir hier in Kyoto gespielt haben. Dort angekommen war die Suche nach dem geeigneten Bier schwierig, Wassermelone, Himbeere oder auch Macadamia und noch einige andere. Maddes, mit seinen feinen Geschmacksnerven, war schnell zu begeistern, vor allem vom Salty Wasabi. Wir anderen brauchen noch etwas um uns vollends dafür zu öffnen.

Tagesabschluss im Irish Pub in Hotelnähe, um doch in den Genuss eines klassischen Kirin zu kommen. Maddes und Franco sind etwas länger geblieben, die beiden scheinen auf einer Mission, denn in allen Zwischenstopps werben sie Publikum für den Gig heute Abend im Neverland in Nara an. Wenn alles nach Plan geht finden sich dort Engländer, Österreicher und Niederländer ein. Wir sind gespannt.

Wesentlich in Nara ist ohnehin der Ramen. Der hat so einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dass man fast sagen kann, dass die gesamte zweite Japan-Tour ihren Ursprung in dem Verlangen nach diesem Ramen hat. Ihr werdet es später detailliert beschrieben bekommen. Aber jetzt fahren wir erst mal hin.

Kyoto – der ganz heiße Scheiß!

Wir haben es ja schon vermutet, es gibt hier viel zu tun und zu sehen, also haben wir uns bei über 40° aufgeteilt.

Kyoto bietet zum einen ein großes Aquarium, in dem allerhand eigenartige Seekreaturen bewundert werden können. Bei den Außentemperaturen ist die Entscheidung sich im klimatisierten Innenbereich eines, naja für uns, Live-Menüs („Den Fisch hab ich schon gegessen, den auch!“) aufzuhalten,

sicherlich keine unkluge Entscheidung. Klug ist auch, hierdurch etwas über die Lebewesen der Flüsse um Kyoto zu lernen, denn nachdem wir nun wissen, dass der japanische Riesensalamander hier heimisch ist

wollen wir nicht schwimmen gehen. Die bis zu 1,5 m Körperlänge und um die 30 kg machen ihn zur zweitgrößten Amphibie der Welt und auch wenn er sich von Insekten ernährt beißt er gern mal zu. Gesehen haben wir auch eine der nur knapp 100′ weißen Seegurken.

Ihre Eingeweide hat sie allerdings nicht rausgekotzt. Waren wir wohl doch nicht so bedrohlich.

Alternativ kann man sich in Kyoto natürlich Tempel anschauen, zum Beispiel den Honno-ji.

Ursprünglich erbaut 1450 beherbergte er im 16. Jahrhundert den Kriegsherr Oda Nobunaga. Für den ging es nicht so gut aus. Mit Machtübernahme seines Generals Akechi Mitsuhide wurde er zum rituellen Selbstmord gezwungen. Weil aber auch Mitsuhide sich keine Freunde im Umland machte, wurde dieser durch die Bauern Kyotos getötet. Trotz seiner düsteren Vergangenheit ist die Anlage wirklich sehenswert und die Reliquien sind beeindruckend.

Oder, wenn man es etwas dekadenter mag, die Tempelanlage des Kinkaku-ji, eigentlich Rokuon-ji. Erbaut als Wohnanlage des Shogun (militärischer Titel für Generäle des Samurai-Standes) Ashikaga Yoshimasa wurde die Anlage, nach dessen Tod, in einen Tempel mit Zengarten umgewandelt. Beeindruckend ist besonders die Blattgoldverzierung der oberen beiden Stockwerke, die im angrenzenden Spiegelsee reflektieren.

Für etwas Ruhe und Entspannung sorgt dann der Bambusgarten.

Zwischen riesigen und sanft wiegende Bambuszweigen kann man dem Alltag entfliehen und zu sich selbst finden. Ja oder auch nicht. Alle anderen Touristen sind nämlich auch hier. Aber da hat man dann die Möglichkeit auch wirklich etwas mitzunehmen. Stellt euch vor, ihr sitzt in diesem wunderschönen Zengarten, vor euch ein See, dahinter Bambus, der sich sanft im Wind wiegt und, leicht in der Nachmittagssonne verschwindend, die Hänge der grünen Berge um Kyoto. Hinter euch plötzlich, in einer Lautstärke als gelte es jemand am anderen Ende einer sehr großen Turnhalle zu informieren,:“OMG, I Just read Keanu Reeves is dating Angelina Jolie!“. Ja, manche Menschen konzentrieren sich eben auf das Wesentliche.

So wie wir. Wir haben uns alle wieder gefunden im Hotel. Kyoto selbst verfügt über genau zwei U-Bahn-Linien. Wer gestern aufgepasst hat kann sich vorstellen, dass eine schachbrettartige Stadt so nicht versorgt werden kann. Das heißt: Bus! Aber seit Yokohama sind wir ja Bus-Profis, also kein Thema: auf in den Nordosten Kyotos zum Socrates. Nur 20 min später, und damit 8 Haltestellen, waren wir auch schon da. Nach dem Soundcheck eine Kleinigkeit Essen

und Maddes zweiten 5-Jahres-Plan besprechen (nach dem ersten müsst ihr ihn selber fragen), der vorsieht ein Restaurant zu eröffnen in dem man alles frittieren lassen kann. Der Frittiertes-Essen-Virus hat jetzt also auch Maddes. Man muss aber auch sagen, dass Menüvorschläge wie „Fry Hard“, Specials wie „Freaky Friday“ oder „Don’t Fry for me Argentina“ sicher weggehen würden wie warme Semmeln.

Die Mischung der vorgesehenen Bands im Socrates ließ erahnen, es wird abwechslungsreich. Eine Band aus Norwegen, eine kleine Dame aus Russland und zwei tendenziell japanische Bands. Nach Zetton war nicht anzunehmen, dass es noch lauter geht, aber doch ja, es geht. Besonders bei der jungen Dame aus Jakutsk

waren wir uns lange nicht sicher ob sie einfach nur technische Probleme hat oder das, was auf der Bühne passiert, schon ihr künstlerisches Werk ist.
Die Norweger waren,

eigentlich recht klischeehaft, früh dem Alkohol verfallen, weshalb das Fallen auch bei späteren Gehversuchen immer wieder zum Thema wurde. Musikalisch waren alle anderen Bands eher laut und/oder wütend unterwegs,

man könnten sagen wir haben mit Melodic Punk perfekt reingepasst. Aber tatsächlich haben wir sehr gut gepasst, die Leute hatten Spaß und Zugaben waren ein Muss.

Bisher war keiner der Auftritte in irgendeiner Form ein Reinfall. Und auch das, was danach kommt ist erinnerungswürdig. Dieses Mal war es Karaoke.

Zum Abschluss sind wir noch mit Jamie und Tim (Deutsche aus Berlin und Braunschweig, die sich dachten „Sind in Japan, lass uns in ein Livehouse gehen; oh, da spielt eine deutsche Band, warum nicht“) was Essen gegangen,

bevor wir den Abend entspannt auf dem Hotelzimmer ausklingen ließen.

Morgen geht es weiter nach Nara. Beim letzten Mal war das sowohl unheimlich gut als auch ein schwerer Absturz für alle, man darf gespannt sein. Aber jetzt erst mehr Kultur!

Kyoto – das Tokyo für Anagramm-Liebhaber

Gerade rechtzeitig haben wir Shizuoka verlassen, die ersten Ausläufer von Faxai hatten die Stadt bereits erreicht. Wenn man sich jetzt Bilder von der Stadt anschaut sieht es wirklich schlimm aus.

Und weil wir uns sicher waren, dass der Zug gut gefüllt sein würde, weil a) Sonntag und b) Sturm angekündigt, haben wir uns lieber einen Sitzplatz reserviert. Das war auch besser so, denn das nahezu 2 Bento entfernte Kyoto

stehend zu erreichen war uns doch zu riskant.

Erst noch die ergänzenden Infos zu gestern. Wir können beruhigen, niemand ist taub geworden, aber wir sind auch vernünftig gewesen und haben Ohrstöpsel benutzt. Selbst Franco.

Beim Auftritt waren so viele bekannte Gesichter, die uns vor zwei Jahren kennengelernt haben. Tosh, mit dem wir damals wegen des bookings zu tun hatten, hat uns auch im Tourshirt begrüßt.

Und Takashi,

der uns beim letzten Mal, als einer der wenigen mit Englischkenntnissen, durch die Aftershowparty gerettet hat, brachte sogar seine Eltern mit. Die haben ihn spontan besucht, aber das ist kein Grund ein Pennysurfers-Konzert zu versäumen!

Nach dem Auftritt ging die Party im Livehouse weiter,

alle halbe Stunde hat der DJ gewechselt und die Musik war wirklich gut, wenn auch laut. Martin und Volker waren zwischendurch noch was essen und haben den Pennysurfers-Fanclub im Restaurant erweitert.

Sogar der Sake wurde aufgemacht,

sie mussten Autogramme geben und dafür japanische Zeichen schreiben – wir hoffen da steht „Für Akis Restaurant“.

Volker hat da übrigens auch sein Herz endgültig an das fritierte japanische Essen verloren.

Er fand das so gut, dass wir heute alle nochmal ein solches Restaurant aufgesucht haben.

In Kyoto angekommen sind wir gegen 14 Uhr,

die Sonne brannte (gefühlte 41° (Franco stellt sich gerade als der Kachelmann der Pennysurfers heraus; fragst du ihn nach dem Wetter kann er dir Temperaturen, gefühlte Temperaturen, Luftfeuchte, Niederschlagswahrscheinlichkeit und die Prognose für die kommenden Tage aus dem Effeff sagen)) und die Stadt hat wieder Warnungen vor Hitzschlag ausgegeben.

Hotel haben wir direkt gefunden und durften auch einchecken. Weil einige bereits das absolute Limit tragbarer Kleidung erreicht haben, musste ein Waschsalon gesucht werden.

Danach war es auch schon zu spät um die Tempel der Stadt noch im Detail anzuschauen (und davon hat Kyoto wirklich viele! Suchbild – finde den Tempel

), sie hatten leider bereits geschlossen, aber auch von außen sind sie für den ersten Tag wirklich beeindruckend.

Der Higashi Hongan-ji (Tempel)

ist buddhistischen Ursprungs, zurückzuführen auf eine streng gläubige buddhistische Sekte, ebenso wie der Nishi Hongan-ji.

Beide sind um 1590 erbaut worden.

Das restliche Sightseeing hat sich auf das Bahnhofsviertel konzentriert. Zuerst auf den Kyoto-Tower.

Auf ca. 100 m konnte man sich einen ersten Überblick über die Stadt verschaffen. Auf diesem Bild verbirgt sich auch wieder ein Tempel:

Okay, machen wir es einfacher – hier durchs Fernglas:

Danach zum Neubau des Bahnhofs, der sowohl ein Einkaufszentrum beherbergt, als auch den Happy Garden (sieht man ja),

und den Skywalk (nicht beeindruckend)

und eine Lightshow-Treppe.

Kyoto wurde übrigens nach chinesischem Vorbild im Schachbrett-Muster entworfen.

1000 Jahre war es Regierungssitz und ist im zweiten Weltkrieg unversehrt geblieben. Deswegen muss es auch eine ganz spannende Mischung aus Tradition und Millionen-Metropole sein (1.5 Mio Einwohnern, zählt zu den 10 größten Städten Japans).

Wir sind gespannt. Morgen und übermorgen haben wir Zeit die Stadt weiter zu erkunden. Ach ja und zu spielen. Socrates morgen Abend!!!!

WAS?!

Wir haben Shizuoka erreicht, der Gig im Freakyshow steht unmittelbar bevor, wieder mit The Volts und ihrem Flummi-Sänger, die aus Tokyo angereist sind.

Recap von gestern – die Music Farm war gut besucht, das Publikum hat sich verausgabt

und wir hatten so natürlich auch mega viel Spaß auf der Bühne.

Ein weiser Mann hat mal gesagt:

„Trink drei Bier, dann ist alles wieder gut! Bier 1 macht dich müde, Bier 2 macht es schlimmer und Bier 3 stellt dich wieder her.“

Und er hat Recht! Der weise Mann hat sich so selbst wiederhergestellt:

Natürlich blieb es auch nicht bei drei, aber dann ist auch schon wieder alles möglich. Anschließend haben wir uns noch mit den anderen Bands ausgetauscht

und Tom hat sein T-Shirt-Bestand aktualisiert.

Gelernt haben wir in den vielen Gesprächen mit den Gästen auch was. Die kulturellen Unterschiede zwischen Ost- und Westjapan sind ziemlich groß, so lachen die Ostjapaner bei Beerdigungen, sind fröhlich, aus Respekt vor dem Verstorbenen, während die Westjapaner weinen. Das macht gemischte Beerdigungen wohl ziemlich schwierig. Auch sind Gesten ein elementares Kommunikationsmittel in Japan, vieles wird damit unterstrichen oder sogar nur so ausgedrückt. Was wird wohl folgender Satz bedeuten?:

Na, wer hat es erraten?

  • „Meine Frau/Freundin“ (Volker)
  • „Ist schwanger“ (Maddes)
  • „Und böse (weil sie Zuhause ist)“ (Franco)
  • „Ich mach den Ninja und gehe (ohne mich zu verabschieden)“ (Martin)

Sozusagen der polnische Abgang auf japanisch. Schwager kann weggelassen werden und Frau auch durch Mann ersetzt werden. Scheinbar muss jemand anderes Schuld sein, wenn man gehen will…

Wir haben keinen Abgang gemacht, sondern sind weitergezogen in The Rock, die australische Kneipe in der wir bereits vor zwei Jahren waren. James, den wir am Abend zuvor kennengelernt hatten, hat bedient, da haben wir einfach nochmal Hallo gesagt. Außerdem mussten wir unseren Hunger stillen.

Wahrscheinlich guckt Franco so, weil er sich nicht sich ist, ob Känguru-Burger eine gute Idee war. Überlebt haben aber alle und Franco hüpft jetzt auch nicht plötzlich, also alles gut.

Heute morgen haben wir dann Nagoya gegen 12 verlassen und sind in das 1,25 Bento entfernte Shizuoka aufgebrochen.

Und bei so viel We-time muss man den Shinkansen auch mal für Me-time nutzen.

Bei der Ankunft im Hotel mussten wir leider wieder feststellen, dass sie es ebenso genau nehmen mit der 15-Uhr-Checkin-Zeit. Also wieder alle Taschen verstauen lassen und auf Essenssuche gehen. Ein Restaurant mit Bestellautomat (alles auf japanisch ohne Bilder) ist es dann geworden. Aber die Köchin konnte helfen

und so sind alle fündig geworden und wir haben wirklich wieder lecker gegessen!

Zurück ins Hotel um noch ein bisschen die Füße hochlegen

bis zum Soundcheck.

Shizuoka – Freakyshow war bereits beim letzten Mal das Livehouse mit der lautesten Musik! Und wir spielen wieder mit Zeton, die einfach nur scheiße laut sind. Haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt mit „Zeton! Was?!“ Wenn wir nach heute nicht hörgeschädigt sind, dann… Nee, wir werden auf jeden Fall was abbekommen.

Und morgen geht es auch schon weiter nach Kyoto, auf das wir uns auch total freuen! Kultur – yeah!

Aber wir müssen es aus Shizuoka schaffen, der Taifun Faxai wird spätestens morgen auf Japan treffen.

Wir sind da wo die Dame hinzeigt. Als ob uns die Hinweise im Hotel bei Taifun in mindestens den 3. Stock zu gehen nicht bereits genug besorgt hätten. Im Shinkansen haben sie auch schon vor Verzögerung und Ausfällen gewarnt – bei durchschnittlich 54 s Verspätung pro Zug pro Jahr will das dann was heißen! Erste Regenfälle haben wir vorhin erlebt; von „oh, recht warm heute Abend!“ zu „verdammt, es schüttet! Wring die Klamotten aus!“ in 5 Sekunden.

Egal, jetzt erst mal volle Konzentration aufs Musik machen! Saikō Shizuoka!

All the things we lost…

Wir sind im Live house Music Farm angekommen, an der Endhaltestelle in Nagoya. Wir sind heute irgendwie nicht ganz zurechnungsfähig und nur zu 75% einsatzbereit. Wir werden die 100 noch schaffen, aber aktuell fehlt uns Maddes. Der hat am international Maddes-Day so viel Spaß gehabt, dass er sich und den Sänger von Turning the sea into monsters (Toms Band) vernichtet hat. Als wir eben beim Soundcheck angekommen sind haben beide gefehlt.

Die erklärende Nachricht beider Musiker war „ich komm nach, ich bin nackt, ich muss duschen“. Ja dieser international Maddes-Day, da können wir froh sein, dass der nur einmal im Jahr ist… Für all die Menschen, die neu sind bei dieser Festivität sei gesagt es gibt folgende Regeln an diesem Tag:

  • Maddes hat immer Recht!
  • Maddes darf nicht beleidigt werden; wenn er sich auf der Bühne wenig bewegt liegt das beispielsweise daran, dass er so schön ist
  • Maddes bekommt was er will
  • Maddes wird beschenkt
  • Maddes muss von jedem einmal am Tag gesagt werden, dass man ihn lieb hat

Wir haben alles ordnungsgemäß befolgt. Selbst Franco hat Punkt 5 erfüllt, ganz herzlich mit einem „I sag nix, awa waisch B’schaid!“. Selbst das Publikum hat diesen Tag begeistert angenommen. Und so schwebte Maddes zu den Klängen der Musik.

Als der Tag dann endlich vorbei war, haben wir ihn aber direkt auch alles geheißen, dieser #&$\∆% !

Kurzer Sprung zurück, wir sind gestern in Nagoya angekommen und haben schnell unser Hotel aufgesucht. In unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel von ’17 haben wir es schnell gefunden und auch dort war es, wie ’17, nicht möglich vor 15 Uhr einzuchecken. Also Gepäck einlagern lassen (kleine Japanerinnen mussten in Stöckelschühchen unsere scheiße schwere Masse an Gepäck durch die Lobby schleppen) und Essen suchen (vorher hatten wir noch nicht viel, waren ja schnell aufgebrochen). Da nicht viel Zeit blieb für die Suche nach einem großartigen Restaurant haben wir uns für italienisch entschieden, oder vielmehr das, was die Japaner darunter verstehen. Prinzipiell eine Art Tomatensauce, drauf Nudeln oder Reis und irgendwas.

Maddes hatte Fleischküchlein, Martin ein Omlette. Dazu lief Musik, die einem Akkordeon ähnelt, aber auch genauso gut in einem 90er Gameboy-Spiel vorkommen kann.

Dann ging’s auch schon in die Zimmer, die, wie das ganze Hotel, in den 70ern sicherlich top waren, aber seitdem nicht mehr wirklich instandgehalten wurden, und direkt weiter gen Huck Finn.

Dieses Mal haben wir es auch problemlos gefunden, gesoundcheckt und dann wieder zum Hotel. Weil Schlaf total überbewertet ist, hat uns Volker-san in seinem Zimmer empfangen,

wo wir uns bei unserem aktuellen Ohrwurm A bear walks into a bar – Teenage bottlerock ein Bierchen genehmigt haben. Parallel wurde Maddes‘ Hose vor dem völligen Zerfall gerettet und genäht.

Zurück im Livehouse war das Publikum dieses Mal überwiegend japanisch und hat uns anständig gefeiert.

Mega war, dass Tomonori tatsächlich extra zu unserem Auftritt gekommen ist. Den haben wir vor zwei Jahren kennengelernt, der Kontakt ist nie abgerissen und er hat extra im Blog nachgeschaut, welches Shirt er vor zwei Jahren getragen hat, weil wir das so lustig fanden: (2017)

(2019)

Btw, auch Franco und Maddes tragen scheinbar teilweise auch gleiche Klamotten, fällt uns da auf,wie vor zwei Jahren…hm..

Und auch Tom hat uns im letzten Tourshirt empfangen:

Der junge (45jährige, 3facher Großvater (kein Schreibfehler)) Mann aus Leeds in Front, Sänger von Toms Band, ist übrigens Lee, der mit Maddes heute Nacht noch um die Häuser zog. Kurzes Bandgruppenbild,

feststellen, dass wir wirklich schon mal da waren (Backstagepass von 17),

Gage mit schriftlicher Nachricht erhalten (die Livehouse-Besitzerin spricht kein Englisch, da hat sie es uns extra aufgeschrieben),

beim schlagzeugpuscheln zugucken

und weiter in die nächstgelegene Bar.

Bei Bier und Essen haben wir es gut gehen lassen.

Komisch, Nr. 9 wollte keiner bestellen – warum nur? Ist doch ein Schnäppchen!

Ja und wie gesagt, Maddes hat seinen Feiertag zelebriert, gegen 14.30 konnte Martin ihn zumindest telefonisch im Hotelzimmer erreichen, klopfen war erfolglos. Den Soundcheck mussten wir ohne ihn durchziehen, aber weil wir nochmal ins Hotel zurück mussten, da wir das Merch verloren glaubten, haben wir da alles wichtige wieder gefunden – Maddes und Merch! Kurzer Snack vorm Gig,

Klamotten sind frisch

und wir sind bereit!

(Man beachte die scheinbar wahllose Aneinanderreihung englischer Wörter um Bandnamen zu kreieren…)

P.S.: Sina, von uns allen: Happy Birthday!!!

Jetzt haben wir wirklich alles gesehen… *Remember international Maddes-Day*

Gestern wurde es ziemlich spät, oder früh, hell war es schon als wir ins Bett sind. Deswegen sind wir heute mit einem Reiseupdate etwas später dran. Wir sitzen schon im Shinkansen nach Nagoya,

wo wir heute Abend wieder im Huck Finn spielen, wie 2017. Tatsächlich auch mit einem alten Bekannten (nein, nicht The Volts, die sehen wir erst Samstag wieder), Tom, der Amerikaner, der Englisch unterrichtet hier in Japan, mit seiner Band Turning the sea into monsters.

Gestern haben wir es ganz langsam angehen lassen, haben alle erst mal ausgeschlafen, dieser Jetlag. Gegen 15 Uhr haben wir uns dann aufgemacht Richtung Hafen. Volker war da schon unterwegs, zum Manyo Spa Onsen. Yokohama transportiert dafür extra Wasser in Tanklastern aus den Heilquellen Atamis und Yuguwara. Wie es ist sich dort zu entspannen wird Volker leider nie erfahren, 11 x 11 cm dürfen Tattoos maximal sein und da hat er doch etwas mehr. Logistisch hat das gut gepasst, enttäuscht ist er im Starbucks WLAN rumgehangen bis wir, der Rest, ihm unseren Standort mitgeteilt haben und so haben wir uns alle im World Porters Einkaufszentrum getroffen um zu futtern. Über verschiedene Stände konnte sich jeder aussuchen worauf er Bock hatte. Maddes vs. the meat volcano war ein Ergebnis.

Natürlich wollen wir auch etwas Kultur, also ab ins Museum – das Cup Noodles Museum.

Wir haben viel gelernt über die Geschichte der berühmten Instant-Ramen.

Ein lehrreicher Film

über den Erfinder Momofuku Ando hat uns echte Lebensweisheiten mitgegeben

Never give up!

Und

You’re never too old!

So inspiriert schlenderten wir über das Hafengelände

und aus dem Regen in ein Shopping Center (bitte Schirm trocknen!),

und weil wir glaubten alles schaffen zu können wagten wir das Vorhaben Maddes eine Hose zu erwerben. Japaner sind irgendwie kleiner, beide Beine in der Hose haben zu wollen ist scheinbar ein besonderer Anspruch. Wildes Probieren gab Volker genug Zeit seine Model-Fähigkeiten auszuprobieren:

Aber natürlich waren wir erfolgreich:

Dann haben wir uns noch angeschaut was es sonst so gibt – manche Dinge, auch wenn sie mega sind, sind aber leider einfach zu groß fürs Gepäck.

Unser eigenes Restaurant könnten wir auch eröffnen, Kunststoffmenüs in allen Varianten.

Irre wie es aus einem Stück Plastik etwas wird das so lecker aussieht!

Aber Plastikbier hat Franco nicht überzeugt.

Vor zwei Jahren haben wir bereits Cosmo World aus dem Hochhaus bewundert, dieses Mal sind wir reingegangen – ein Freizeitpark im Hafen.

Wildwasserbahn,

Aliens abschießen

und, weil Maddes zu warm war, mal kurz durch -30° schlendern.

Wenn selbst Franco vor Kälte aufruft, dann glaubt uns, es ist scheiße kalt!

Dann sind wir nochmal zurück zum Hotel und von da aus in den Stadtteil Noge.

Das sieht doch schon nach Bier und Essen aus!

Hier gibt es ganz oft viele winzige Lädchen in einem Raum, suchst du aus was dich anlacht und los geht’s.

Essenstechnisch wieder hergestellt haben wir uns eine Bar gesucht. Und weil wir vorher schon so viel Freude mit Spielen hatten haben wir direkt weiter gemacht

Und weil uns das so beschäftigt hat, neben dem Bier, war es eben plötzlich spät und wir haben uns nach vier Stunden Schlaf aufgemacht ins 1,5 Bento

entfernte Nagoya.

Haben wir zwischenzeitlich erreicht

und tatsächlich auch schon den Soundcheck hinter uns gebracht.

Heute gilt:

In diesem Sinne bis morgen!

P.S.: Aufgrund des freundlichen Hinweises KimmEs erkennen wir Maddes Großartigkeit an und haben den international Maddes-Day ausgerufen! Hail the great Maddes!

Yokohama isch a ned scheena als Berwange!

Ortswechsel – wir haben Tokio verlassen oder naja, wir sind hinübergeglitten nach Yokohama.

Beide Städte verschmelzen ja miteinander. Mit 38 Mio Einwohnern ist die Metropolregion Tokio-Yokohama nicht nur die größte, sondern auch das dichtbesiedelste Gebiet der Welt, das macht 2744 Einwohner pro km2!

Gestartet sind wir in den Tag im Café am Hotel. War wohl ein westlich orientiertes Frühstück mit einem Block Toast.

Und dann ging es auch schon Richtung Tokio Station, in der wir uns dieses Mal souverän nicht (!) verlaufen haben. Schritt 1 – Railpass abholen.

Preislich und logistisch die logische Lösung, denn für knapp 400 € kann man 14 Tage uneingeschränkt Shinkansen fahren (eine Einzelfahrt Tokio Osaka bspw. kostet sonst ca. 130 €).

Schritt 2 – Zug finden

Schritt 3 – Bento kaufen.

Etabliert werden sollte die Distanzberechnung in Bento Boxen, also in Snackboxen. 1 Bento sind dann ca. 60 min. Bis Yokohama waren das somit nur 1/4 Bento.

Angekommen gab es wie üblich etwas Verwirrung bis wir den Weg zum Hotel gefunden haben,

aber mit kleineren Umwegen waren wir irgendwann da. Konnten auch direkt den ersten Regen genießen. Könnt ihr euch gar nicht vorstellen, wie schön das ist, es ist heiß und schwül und dann regnet es und dann hast du 40 kg Gepäck an dir, verteilt auf 3 bis 4 Rucksäcke, Taschen und Koffer und dann wird es so richtig dämpfig. Dann musst du Musik wirklich lieben, um das mitzumachen.

Viel Zeit blieb dann auch schon gar nicht mehr, wir konnten das wohltemperierte Zitronenwasser im Hotel bei sanfter Jazzmusik nur kurz genießen, dann mussten wir uns auch schon aufmachen zum El Puente. Probieren wir mal was anderes, haben wir gedacht, fahren wir Bus.

Bus in Japan, interessant, können wir ja nur raten ob der Stop auch wirklich unserer ist. Aber alles gut, wir schufen uns Eselsbrücken – bei Sternchen Billy-Regal Billy-Regal (水道道) mussten wir raus und das hat auch geklappt.
Schwierigkeiten bereitet hat uns dann eher den Eingang zum Live house zu finden. Dubios sind wir um ein Haus geschlichen, an dem zumindest ein Briefkasten mit dem Namen war. Mitten in so etwas wie einem Industriegebiet

war das ein Lichtblick. Über die Tiefgarage hat Maddes mit detektivischem Geschick dann zumindest den Hintereingang gefunden. Direkt erst mal Soundcheck und wir waren bereit.

Aber wir hatten ja so lange nichts mehr gegessen,

(mal wieder Kohl, Maddes?) also noch schnell was futtern bevor es los geht. Ein gutes Stück weiter ins ereignislose Yokohama (Volker hat es nach 2 h Yokohama richtig zusammengefasst „Jetzt hab ich alles von der Stadt gesehen“) haben wir einen Chinesen gefunden. Die Bedienung hat sich auch wirklich gut mit uns unterhalten. Leider haben wir kein Wort verstanden. Aber davon hat sie sich auch nicht beeindrucken lassen.

Das Wetter hatte sich währenddessen schon ziemlich rumgedrückt, immer wieder Blitze und Donner, aber wir waren optimistisch. Bringt aber leider nichts, plötzlich hat es geschüttet. Das allein war schon schlimm, wir dachte dann darüber nach dekadent mit dem Taxi zum Live house zurückzufahren. Dazu haben wir die gesprächsfreudige Bedienung gebeten uns ein Taxi zu bestellen – Google Übersetzer macht’s möglich. Das hat sie dann auch versucht, uns aber irgendwann erklärt es ginge nicht wegen dem Regen. Erklären konnte sie es uns indem sie uns ins Handy sprach und das hat dann übersetzt, woraufhin wir mit etwas Kreativität ableiteten was sie wollte. Letztlich war es gut, dass wir nicht gleich raus sind, denn der Blitzeinschlag ins Haus gegenüber, eine Kombination aus einem irre lautem Knall und gleißenden Lichtblitzen, ließ das Leben kurz an einem vorbeiziehen.

Wagemutig haben wir uns irgendwann nach draußen gewagt, die Bedienung hat uns dafür dann sogar zwei Schirme geschenkt und als ob der Gott der Musik seine schützende Hand über uns hielt verringerte sich der Regen merklich und wir kamen trockenen Fußes im El Puente an. thunderbolt and lightning – very, very frightning…

Dort war schon ordentlich was los, die erste Band bereits am Start. Direkt vor uns haben dann wieder The Volts ein Brett geliefert. Der Sänger muss in seinem Genpool einen Flummi haben, anders ist diese Agilität nicht zu erklären.

Für uns war es wieder ein Mega-Spaß

und nach den ersten zwei Shows haben wir heute die volle Japan-Setlist ausgepackt und Yokohama mit einem weiteren neuen Song (Mr. Tiny-hands) gerockt.

Über die Blog-Kommentare werden hier Gerüchte gestreut über unsere angeblichen Photoshop-Fähigkeiten – @Fassi: zwar hat nur Martin das Band an, aber wir sind überzeugt du erkennst das auch so an 😉

Nach eine paar abschließend Bier mit den anderen und der Chance sich an der wall of fame des El Puente zu verewigen

haben wir uns wieder aufgemacht gen Hotel.

Aber keine Sorge, da hat es uns nur wenige Minuten gehalten, bevor wir mit Bierdurst und ein wenig Appetit wieder auf der Straße standen. Das erste angelaufene Lokal war über einen Fahrstuhl erreichbar, zu viert stiegen wir ein, Maddes als Fünfter zuletzt. Plötzlich ein trötender Alarm, Maddes musste den Aufzug verlassen, denn der war nur für sechs Personen ausgelegt. Was soll man sagen…

Natürlich wurden wir noch fündig, in einem übertrieben klimatisierten Restaurant/Bar-Lokal mit Separees haben wir viele verschiedene Kleinigkeiten zum Bier bestellt.

Die Rechnung belief sich anschließend auf über ¥12.000, da kann sich jeder selbst ausrechnen was wir da noch veranstaltet haben, um das zu schaffen. Aber wer kann schon bei Red hot chicken und Onion Tower nein sagen?

Ach und wir brauchen auch eine Hilfslieferung Deo nach Japan, ihr helft damit dann den restlichen Pennysurfers. Volkers Stammmarke ist weder hier noch in Deutschland noch käuflich zu erwerben, sämtliche Versuche es aufzutreiben sind gescheitert.

Er stellt sich aber auch an, hier kann man Deo Wodka-Lemon kaufen, wer würde das nicht wollen. Stattdessen muss es wohl Geruch „Gothic-Party“ sein. Drückt die Daumen, wir suchen weiter…

Apropos Hilfe, Maddes einzige Hose hat ein Loch auf dem Oberschenkel, Wetten werden angenommen, wann der Riss so weit zu Mitte gewandert ist, dass es nicht mehr tragbar ist. Wird dann spannend ob wir in Japan passenden Ersatz finden…

Morgen machen wir nochmal etwas entspanntes, bevor übermorgen Nagoya auf dem Plan steht, genau genommen drei Shows hintereinander, den Samstag spielen wir direkt auch schon in Shizuoka mit TheVolts. Soll aber nicht heißen wir drehen morgen Däumchen, denn auch Yokohama hat was zu bieten, man muß nur wissen wo!

Was von Tag 3 noch übrig war und zurück in der Basement Bar

Wie ist es uns gestern Abend ergangen? Wir haben uns aufgemacht nach Shibuya. Wohin? Die große Kreuzung, ihr erinnert euch:

Wichtig war etwas für unsere körperliche Fitness zu tun, also trainieren wir die Reaktions- und Fingerfertigkeit und den richtigen Punch!

Dazu braucht man auch nicht unbedingt Geräte, die U-Bahn tut’s auch.

Irgendwann muss aber auch der Flüssigkeitshaushalt wieder hergestellt werden, also haben wir ein Izakaya gesucht,

aber da wir nicht bereit waren die, für uns neu, Servicepauschale zu bezahlen, die zwischen 5 und 7 € p.P. liegt und seltsamerweise nur auf den englischen Menüs erwähnt wird, haben wir gegen 12 die Heimreise angetreten. In einem chinesisch-japanischen Restaurant sind wir dann fündig geworden (die Restaurants und Bars haben im Schnitt bis 3 oder 5 Uhr nachts auf, jeden Tag, oder wie sie dort angeben „bis 29 Uhr“). Wir sind ja offen für Neues, also haben wir als Vorspeise hundertjährige Eier probiert

gefolgt von einer kreativen Auswahl der gesamten Karte.

Und dann mussten wir vernünftig sein und haben uns auf die Zimmer begeben. Schlafen konnten wir nicht alle gleich, das muss wohl dieser Jetlag sein. Den Montag haben wir zeitlich versetzt gegen 11/12 begonnen mit Kaffee, gefolgt von eher Mittagessen. Der Kellner war auch so aufmerksam, hat gleich gesehen, dass Maddes noch nicht ganz wach ist und ihm so das eisgekühlte Wasser über den Rücken geschüttet. Damit waren bei ihm auch alle Voraussetzungen geschaffen um mit ¥ klar zu kommen.

Warum Volker sich übrigens wieder für unser Hotel entschieden hat haben wir jetzt auch durchschaut – jedes gute Hotel braucht einen Bier-Automat:

Und dann war auch schon Zeit sich aufzumachen nach Shimokitazawa zur Basement Bar.

Die anderen Bands sind ganz was anderes, naja, Bands trifft es nicht ganz Wozniak macht Progressive Fusion (ohne Gesang) und Mainact ist ein Drumbattle mit Thomas Pridgen, dem Schlagzeuger. Vielleicht kann sich Martin da noch was abschauen.

In der Basement Bar kennen wir uns noch gut aus, Backstage-Raum gleich gefunden.

Pre-Show-Bier und Snacks mussten wir uns allerdings draußen genehmigen, live house policy

Wie gesagt, musikalisch war’s sehr abwechslungsreich und trotzdem haben wir das Publikum für uns gewonnen.

Nachdem wir noch etwas die Drums genossen haben,

hören wir nichts mehr und machen uns auf den Heimweg

dann sehen wir weiter. Erst essen wir zur Abwechslung mal was

und weil in Japan alles so gut getimt ist lernen wir dabei auch noch etwas Deutsch.

Anschließend buchen wir uns vielleicht noch eine Stadtführung

gehen Bretzel-Klamotten shoppen

oder leisten wieder wahllos Schildern Folge.

Morgen ziehen wir schon weiter nach Yokohama – zur nächsten Show morgen Abend, wieder gemeinsam mit The Volts!

Starting with a ショー打ち上げパーティー – Aftershowparty

Viel können wir gerade nicht berichten, sind noch im Revitalisierungsprozess und frühstücken jetzt um 18 Uhr mit rohem Ei.

Nach gewissen Anfangsschwierigkeiten hat jeder den Eitrennungsprozess erfolgreich bewältigt. Und isontonisch haben wir mit Gemüse- und Apfelsaft den Haushalt wieder nachgerüstet.

Aber erst mal noch zu gestern, das war uns ein Fest, als Tourauftakt optimal. Der Club war voll, die Leute haben ordentlich mitgefeiert und die Aftershowparty war, soweit wir uns erinnern, einzigartig. Hier ein paar Bilder von gestern:

Die Aftershowparty war in Gehweite

und 3 der 5 Bands und Gefolge haben beigewohnt, im oberen Stockwerk, das man erst betreten durfte nachdem die Schuhe abgelegt waren:

Wir müssen eigentlich froh sein, dass sie uns Franco wieder mitgegeben haben, der baut sich hier schon eine richtige Fanbase auf! Sprachtechnisch ist es auch viel leichter, Franco spricht – Maddes übersetzt ins Englische und einer der neuen japanischen Bekanntschaften übersetzt ins Japanische. Einzig die Voraussetzung, dass zumindest Maddes Franco versteht, muss erfüllt sein.

Aufgetischt wurde ordentlich. Gegen eine Pauschale von ¥1000 wurde bestellt worauf jeder Lust hatte, irgendwann stand eine riesige ominöse Flasche Schnaps oder dergleichen auf dem Tisch und magisch immer wieder Essen. Selbst das Essen war freundlich und hat gewunken:

Als wir uns dann wieder auf dem Heimweg gemacht haben waren wir vielleicht ein wenig verwirrt – wieso haben wir diese Plastiktüten?

Gegen kurz nach 6 haben wir dann an der Matratze gelauscht, weil plötzlich war es hell draußen als wir im Park um die Ecke noch ein Abschlussgetränk zu uns nahmen, als sei ein Lichtschalter umgelegt.

Jetzt gerade noch ein wenig Me-time für Volker nach einem kleinen Abstecher in den Family Mart

und dann stürzen wir uns wieder ins Nachtleben äh Kultur. Wir beschäftigen uns mit Kultur!

Von 0 auf Tokyo…

Also zählen wir heute als Tag 1 pennysurferischer Japan-Zeit. Erst mal haben alle ausgeschlafen und dann gegen halb zwölf das erste Frühstück im Tully’s zu uns genommen. Und weil wir ja keine Banausen sind haben wir die verbleibenden 3 h, bis wir zum Soundcheck mussten, genutzt um etwas Kultur mitzunehmen.

Im Tempel die Straße runter konnten wir eine Hochzeit beobachten,

waren erstaunt wie laut die Zikaden eigentlich sind (in Japan heimisch ist die Singzikade, ziemlich großes Insekt wie wir gestern feststellen durften als wir es auf der Straße sahen und Volker sich mit einem Japaner austauschte der scheinbar mit dem Wort „Falter!“ vertraut ist) und haben Superaffen bewundert.

Wir sind ja nicht nur zum Spaß hier, deshalb spazierten wir weiter durch Akasaka, achten dabei immer darauf hydriert zu bleiben

und sind dann ins Gyoza IT um zu, na? – essen:

Die Toiletten sind nach wie vor immer etwas spannend, was da alles passieren kann, wenn man das falsche Knöpfchen drückt:

Dann blieb auch nur noch wenig Zeit für Me-time für Volker und auf in einen Randbezirk Tokyos zum Club Roots zum Soundcheck.

The Volts spielen ja heute das erste Mal mit uns, haben heute ihre CD-Release.

Vor jedem Gig gibt es auch immer noch ein kleines Get together der Bands zum Kennenlernen

und weil Volker uns vorgestellt hat mit „Hi, we’re the Pennysurfers and we’re hungry!“ haben wir dem Folge geleistet und sind direkt nochmal was Essen gegangen, Sashimi und Sushi.

Um aber keinen völlig falschen Eindruck zu erzeugen, gleich haben wir den ersten Auftritt, also Stimme besänftigen mit weichem schottischen Kornbrandwein.

Übrigens haben wir auch wieder das kleine magische Kästchen mit Internetz und da der google translator jetzt auch live übersetzt kommen wir echt gut klar!

Beachten das Schild und werden hier nicht einziehen. Und weil wir Schildern immer glauben

Alcohol – because no great story started with someone eating a salad!

In diesem Sinne: Kanpai!

Reisen mit Behinderten oder The Boys are back in town

Die Tage fließen ineinander über, Kommunikation über gestern, eigentlich heute, tatsächlich vorhin, ist schwierig geworden, waren wir eben noch in Süddeutschland – nur 11 Stunden später sind wir in Tokyo. Und obwohl es eigentlich 5 Uhr ist ist es plötzlich 12 und was nun?

Aber zurück zum Anfang. Am Flughafen waren wir etwas wirr, wohin?

Einmal quer durchs Terminal, nein, Gepäck geht wegen der Rucksäcke nicht hier, beim Sperrgepäck bitte. Unbesorgt bei Volkers und Maddes Gitarre, war bis zur eigentlichen Gepäckaufgabe nicht klar ob der Bass 200 € extra pro Strecke kosten wird. Aber mitnichten, wohlgesonnen nach der seriösen Versicherung Francos keine Waffen im Koffer mitzuführen, lies die Lufthansa-Mitarbeiterin auch den marginal größeren Koffer durchgehen.

Der Eintragstitel deutet ja schon eine Einschränkung Mitreisender an, tatsächlich geht es nur um die physische Einschränkung Danis. Um lange Strecken für sie erstmal zu vermeiden war ein Transport von Check-in zu Gate organisiert, durchgängig in Frankfurt und Tokyo,

und das hat letztlich einiges an Zeit gespart, durften wir als Reisegruppe zusammenbleiben und wurden zügig durch den Flughafen geschleust. Letztlich kamen wir so genau rechtzeitig am Gate zum Boarding an, denn wir hatten das wirklich letzte Gate in Z, die maximale Entfernung. Und waren so auch ausnahmsweise mal zuerst im Flugzeug.

Leider hat sich nicht bestätigt, dass ANA den Flug ausführt, Lufthansa war verantwortlich für Entertainment und Bewirtung. Das hat die erhoffte Filmauswahl stark reduziert und das Bier war Warsteiner. Die einzige ältere asiatische Dame neben uns ließ sich nicht abschrecken, schaute einen Actionkracher nach dem anderen und trank dabei diverse Dosen Bier, die sie nach Leerung auch immer mit einer Hand zerdrückte – wir zeigen uns beeindruckt. Alles in allem haben wir das beste aus dem langen Flug geholt,

auch wenn es zwischendurch ein wenig frisch war. (Wobei, wie letztes Mal hat Martin wieder was direkt vergessen und zwar seinen Pulli, im Auto, aber man kann sich ja anders behelfen)

Angeschaut wurden von vier Pennysurfers u.a. folgende vier Filme:

  • Shazam!
  • Aquamann
  • Nie wieder Sex mit der Ex
  • Nie wieder Sex mit der Ex

Wer hat da was geschaut? Ähnliche Interessen scheinen auf jeden Fall vorhanden.

Nicht ausgelassen haben wir auch die Snacks an Bord, Reisdreiecke mit Algenpapier umhüllt, eingepackt in komplizierter Plastikhülle mit detaillierter Öffnungsanleitung (generell schreiben Japaner gern auf Verpackungen wie man sie aufmacht, muss wohl ein Thema sein) und in anständiger Pennysurfers-Manier hat Maddes sich zumindest einen Virgin Mexikaner gegönnt

Und plötzlich waren wir im Landeanflug auf Tokyo

haben uns unser Gepäck geschnappt

uns umständlich (geht aber aufgrund des U-Bahn-Netzes auch nicht anders)

nach Akasaka durchgeschlagen und waren prompt wieder auf vertrautem Terrain. Gleich richtig den Untergrund verlassen (aus einer Vielzahl von Ausgängen wussten wir nicht den praktikabelsten zu nehmen) standen wir auch schon in unserem Hotel Grand Fresa – heißt jetzt zwar anders, aber wie vor zwei Jahren mega höflich und bemüht und super Zimmer. Kurz mal duschen (natürlich erst nach einem ersten Besuch im family mart, dem Supermarkt unseres Vertrauens, der uns, da es eine Kette ist, in jeder Stadt begleitet. Ein wenig Bier erfrischt dann ja auch die Lebensgeister

)

Und dann war es endlich so weit: der erste von vielen lang ersehnten Ramen mit Gyoza

– unverändert lecker!

Und weil wie so vernünftig sind, sind wie auch gleich weiter gezogen in die Sakebar, müssen ja schließlich in den richtigen Tagesrhythmus kommen (auch wieder vertraute Gefielde, wie vor zwei Jahren)

Außerdem kann man auf einem Bein nicht stehen und Edamame und Kimchi fehlten noch um den Japaneinstieg komplett zu machen weshalb wir dann noch den Sake in einer anderen Bar probiert haben.

So sind wir dann, nach nahezu 35 h wach, um 12 ins Bett, läuft also mit dem Rhythmus hier.

Gewöhnen müssen wir uns an die Schwüle, ist ja gerade die feuchte Zeit in Japan. Bei 30 – 36 ° und 80 % Luftfeuchte…

Heute Abend ist ja dann auch schon der erste Gig im Club Roots, zusammen mit The Volts, die wir schon vom letzten Mal kennen und die uns auf einigen Auftritten dieses Mal begleiten werden.

Jetzt gehen wir frühstücken, hier ist es jetzt 11, schnappen unseren Toast Bro Volker und genehmigen uns was leckeres bei Tully’s, wie vor zwei Jahren.

Später wieder mehr! Sayonara!

Achso, wie heißen eigentlich die kleinen Münzen des japanischen Geldes? Yennies?

Nur noch wenige Stunden bis zum InFlight-Entertainment

Wie das dann im Einzelnen aussehen wird werden wir dann sehen, die Auswahl ist ja groß – von Blockbustern der letzten Wochen bis zu 90er-Filmeklassikern ist alles dabei. (Gut vorbereitet kennen wir die Movie List von ANA natürlich ganz genau) Aber Entertainment ist relativ also könnten wir uns auch bei einem kühlen Bier entspannen – nicht umsonst wirbt die Airline mit „einer Auswahl bester japanischer Biere“. Und natürlich kann man sich auch einfach die Augenlider von innen anschauen oder den Sitznachbarn totquatschen. Wer sich da wofür entscheidet können wir euch in wenigen Stunden mitteilen.

Vorbereitungen sind abgeschlossen, alle Unterhosen gewaschen

Rucksäcke gepackt und wir machen uns vom jeweiligen Wohnsitz auf Richtung einem großen funktionsfähigen Flughafen:

Direkt starten wir mit einer kleinen Premiere – worlds first Franco-Selfie, der ganz aktuell unter die Samurai-Ninja-Pennysurfers gegangen ist.

Drei Viertel der Band haben sich auch schon gefunden und kuscheln sich bei 35° mit allem Gepäck ins Auto.

Jetzt schauen wir mal das wir alles mitgenommen bekommen und melden uns später wieder!

Jetzt isch over!

Unsere Tour ist vorbei – die harte Realität hat uns wieder. Und die Tage sind vergangen wie im Flug. Wir haben viel gesehen, viel erlebt und viel über uns gelernt. Von Gig zu Gig haben wir ganz verschiedene Leute kennengelernt, kein Auftritt war wie der andere. Feststellen konnten wir, dass wir eine super WG abgeben würden – Maddes kann kochen, Martin sorgt für das Unterhaltungsprogramm, Volker kann das alles erklären und Franco geht Enten jagen; damit wäre das Überleben gesichert – und wenn man so sanft geweckt wird wie in Brandenburg ob der Havel, was soll da schon schief gehen? Aber auch wenn wir nicht gekocht haben war unser Fortbestehen gewährleistet, denn 2017 muss Martin seinen inneren Asiaten entdeckt haben – findet er doch in jeder beliebigen Stadt das örtliche Ramen-Restaurant. Außerdem ist uns irgendwie auch niemals das Bier ausgegangen?! Und wir können mehr als wir dachten, Maddes z.B. kann jederzeit zum Frisör umschulen. Jedoch sollte er dabei warnen „oben rum wirds frisch!“. Aber wir haben auch reflektiert: Segway-Fahren gehört definitiv absolut überhaupt nicht zu Maddes‘ Stärken – will man ihn mal langfristig irgendwie beschäftigen kein Problem: einfach mit Segway an einer 2cm-Bordsteinkante abstellen, nach 3 Stunden ist er immer noch da. Dennoch, wir haben alles zusammen durchgestanden, die immer wieder logische Begründung: wenns halt alle machen. Und was alle immer machen, weils geht – Yeah, we’re Mexican – mittlerweile sind wir praktisch Mexikaner-Sommeliers – können feinste Nuancen dieses köstlichen Getränks differenzieren.

Aber bei all dem Erlebten wollen wir nicht vergessen: ein fettes Danke für all die Unterstützung, im Speziellen Freddy und Holger, Emkey, die Crew der Agentenzentrale und des C.Kellers, den Leuten des Ortes, der nicht genannt werden darf und den Leuten des Wild At & Tikki Heart, Julian, unserem Reiseführer, dem begeisterten Publikum auf dem Weimarer Marktplatz Samstag Mittag, all den Gästen auf unseren Gigs, Holgers Handstaubsauger, dem veganen Curry, euch, die ihr lesend voll immer mit dabei wart, dem Busverleiher und der gesamten Hardworschd-Industrie.

Also bis bald in Offenburg, Richen, … and don’t stop believing!

Es ist uns (wie immer) ein Fest!

Wir haben ja, entgegen unserer üblichen Hood in Weimar, die Location gewechselt – statt Gerber der C.Keller. Und wie immer ist es uns ein Fest! Emkey ist ein Booker/Gastgeber ohne Gleichen – begrüßte er uns doch mit Kaffee, besorgte uns Mexikaner, einen unbegrenzten Zugang zu Bier, hat uns ein Schlafgemach bereitet und wird uns morgen auch noch mit einem Brunch auf Heimreise schicken. Aber noch sind wir hier und genießen es in vollen Zügen!Nicht unerwähnt bleiben sollte übrigens auch unsere Früh/Mittag/Abendstückessen – skeptisch begrüßend hat uns die Bedienung des Schwarzen Bären einen Tisch zugewiesen, erneut haben wir einmal die gesamte Karte, dieses Mal thüringischer Köstlichkeiten, bestellt und soweit wieder hergestellt kann es eine sehr sehr lange Nacht werden! Weimar Rock City!

Hasch a was alkoholfrais?

Es wurde früh, mal wieder. Haben uns in den Bus gequält und auf Richtung Weimar.Die Fahrt haben wir jeder nach seinem Gutdünken zugebracht.Maddes war aber so nett uns mit Metal zu wecken – so fährt man vor in der Stadt der Dichter und Denker. Direkt erst mal zum C.Keller, das 3-Doppelstockbett-Zimmer beziehen, aufbauen und soundchecken. Noch zu erwähnen wäre die Ankunft auf dem an einem Samstag Mittag mehr als gut besuchten Marktplatz Weimars: der Bus fährt vor, hält mittig auf einer großen frei einsehbaren Fläche zwischen den Buden, heraus stolpern 5 sehr verkaterte Jungs, die Tür zum Laderaum wird geöffnet, heraus fallen eine größere Anzahl leerer Bierflaschen, es scheppert, klirrt, Glas bricht – Stille – ALLE blicken zum Bus – Maddes:“ Danke! Danke! Wir sind noch die ganze Woche hier!“ – großes Gelächter.

Jetzt sammeln wir uns erst mal noch ein bisschen – scheinbar nötig, musste François sich erst mal was alkoholfreies bestellen.

und nachher melden wir uns wieder mit News vom Gig aus dem C.Keller Weimar. Bis dahin zur Überbrückung noch ein kleines Video a la ‚Was bisher geschah‘:

„Ganz passabel!“

Wir haben es doch noch nach Leipzig Innenstadt geschafft und viel gelernt und viel gesehen

  • die Nicolai-Kirche
  • die Mädlerpassage, mit dem Auerbachskeller (wird aber doch kein Metall hier gespielt, obwohl der Name was anderes vermuten lässt)
  • die Goethestatue beim Markt, eine Gelegenheit für Volker uns mehr über bestimmt korrekte geschichtliche Hintergründe Leipzigs zu erläutern
  • am Markt sind wir abgebogen zur Thomaskirche, in der Bach beerdigt ist. Auch Bartholdy und Luther haben hier vorbei geschaut.

Angeregt von so viel geschichtsträchtiger Kunsthistorie haben wir uns erst mal gestärkt mit, logisch in Leipzig, mexikanischem Essen:

Geschickt getimt konnten wir direkt in der Location aufschlagen für ein erstes Kennenlern-Bier. Da sind wir auch direkt von Klaus* gebeten worden die Location nicht namentlich zu nennen da nur geduldet aber nicht legal. Vom Wembley Stadium* aus haben wir uns nochmal in unsere WG bequemt, natürlich nicht ohne dazwischen die Biervorräte aufzufüllen. Wenig später zurück im Fichtenelch* konnten wir auch direkt die anderen Bands des Abends kennenlernen – vor allem mit K-Man & the 45s fühlen wir uns verbunden, kommen sie doch aus Montreal/Kanada und ihr Sänger ist marginal älter als 30. Volle Konzentration,die Stimme mit Honig aus Toulouse ölen,die gepflegten Örtlichkeiten aufsuchen und los gehts!

Als zweite Band des Abends im Planet Express Hauptquartier* haben wir uns ein großes Kompliment von einem sehr anspruchsvollen Publikum auf, wie eine große deutsche anspruchslose Zeitung titelte, „Deutschlands gefährlichste[n] 80 m“ geholt: ganz passabel! Das animiert zum Weitertrinken, natürlich mit vorzüglicher Stärkung durch selbstgekochtes veganes Curry in Doug’s Diner*!Prost und bis morgen wieder – aus Weimar!

(*Name wurde von der Redaktion geändert)

Wir sind jetzt eine WG…!

Wir sind in Leipzig angekommen und haben den Andromeda(-Nebel) bezogen. Da in unserem Hostel alle Zimmer Namen mit All-Bezug haben können wir wirklich froh sein nicht in Uranus zu nächtigen… Wir haben es wirklich gut getroffen, ein eigenes Apartment für uns mit Küche und Bad.Bei so viel Luxus haben wir direkt in den Urlaubsmodus gewechselt, Volker ging saunieren, der Rest entspannt Rouladen und Klöße verzehren. Und den Connewitzer Rhabarberlikör probieren. Im örtlichen Rewe haben wir uns wieder getroffenTrink- und Essensvorräte auffüllen. Wir können scheinbar froh sein Volker wieder zu haben, denn Mircos Sauna war in Mircos Hobbykeller, in dem Mirco persönlich Wagner-Pizza und Bier ausgibt, um anschließend beim Aufguss gegen die sehr niedrige Decke zu schlagen. Anyway, im Rewe hat Volker sich direkt auch, durch ein eingehendes Fachgespräch, mit der Fleischereifachverkäuferin angefreundet – als auch Maddes die Theke aufsuchte wurde er aufgrund der Recherchetätigkeit der dortigen Dame direkt identifiziert und mit Namen begrüßt und konnte seinen Einkauf tätigen während die Mitarbeiter sich Gig in Japan anschauten.

Zurück in der Wohnung haben wir entspannt noch ein Bierchen genossen, einen Film geschaut und uns dann in die Ost- und Westflügel zur Nachtruhe zurückgezogen.

Und warum wir Maddes mitgenommen haben wissen wir seit heute morgen auch, hat er uns doch, mit Martins Unterstützung, Frühstück zubereitet – Spiegeleier, Baked Beans, Avocado und Tomaten, frische Brötchen und eine Auswahl an Brotbelag und -aufstrichen sowie schokoladen- und koffeinhaltigen Heißgetränken.

Ganz entspannt werden wir uns dann wohl noch etwas Leipzig anschauen bevor wir heute Abend im Stö am Start sind – und da haben wir schon jetzt richtig Bock drauf!

We felt Wild at Heart!

Pünktlich eintreffend wurden wir gleich um 18 Uhr vom Mischer in Empfang genommen. Die Bühne hatte eine bequeme Größe und allerlei vorteilhafte Annehmlichkeiten wie fest installierte Gitarrenhalter und Gaffa-Spender. Volker wurde auch extra prominent ein Stück weit vor der restlichen Band positioniert – durfte er eben auch mal was Besonderes sein. Im Tiki Heart nebenan wurden wir dann auch direkt noch verköstigt – Hühnerbrustputenchicken-Curry auf Paprika, Zucchini, Karotten, Zwiebeln an einer Reispyramide. Gereicht wurde dazu ein kühles Bier.Im wohl temperierten Backstage-Raum mit eigener Toilette haben wir uns nochmal gesammelt und konzentriert und dann raus auf die Bühne. Wir hatten ja mal wieder 24 Songs am Start.Hat echt Bock gemacht, den Leuten hat es gefallen und wir dürfen wieder kommen – scheinen doch etwas richtig gemacht zu haben. Wir haben natürlich auch was gelernt:

  • Maddes spricht ausreichend französisch um begeisterten französischen Konzertbesuchern eine CD zu verkaufen – Attention, il y a partout des écureulis!
  • Es ist total praktisch sich direkt in Berlin mit dem Freiburger Drummer von Brutto Tempo für den Gig kommende Woche in Offenburg abzustimmen zwecks Schlagzeug – wenn er doch schon zufällig im Wild at Heart ist.
  • Francos Kumpel aus Berwangen, der zufällig in Berlin war, fand den Gig auch gut.
  • Entgegen Volkers Befürchtungen kommt seine neue Frisur doch recht gut an.

Das Wild at Heart hat natürlich einen selbstgemischten „Mexikana“ – und dann gingen die Runden auch noch aufs Haus – na dann:Irgendwann muss aber auch dieser Abend zu Ende sein – zumindest im W@H. Also Zeug ins Hotel, Sachen zum Trocknen aufhängen und auf zum Trinkteufel. Man muss ehrlich sagen, es gibt wunderliche Gestalten in Berlin, ein Teil davon scheint nachts gern den Trinkteufel zu besuchen. Bis dato war es uns auch nicht bewusst, aber man sollte immer ein Notfall-Brötchen dabei haben! Gerade uns, die immer einen Grundstock an Hardworscht dabei haben, hätte das eigentlich klar sein müssen. Anyway, jetzt haben wir Berlin schon hinter uns gelassen – on the road to Lejpzsch! Natürlich sind wir aber nicht los, ohne die Hardworschtvorräte aufzufüllen. Scheinbar ist es nicht angedacht dazu den Einkaufswagen aus dem Supermarkt zu entfernen, blockierte Räder – aber Martin und Dr. Volker haben das Problem umgehend gelöst:(wir haben ihn natürlich zurück gebracht). Und ordentlich gefrühstückt:

Und jetzt also mit Vollgas nach Leipzig– oder so ähnlich; aber egal, wir sind gut drauf!Bis bald aus Sachsen!