Und zuletzt: das Tour-Video

Jetzt noch unser Tour-Video mit Impressionen unserer Japan-Tour!

Viel Spaß! 

Advertisements

We’re back – ein kurzes Resümee

Jetzt sind wir wieder zurück in Frankfurt und können kaum fassen wie schnell die Zeit verflogen ist. Viel haben wir gesehen, einige Klischees über Japan haben sich bestätigt andere haben wir nicht kommen sehen.Wir haben viel Zeit mit der Suche nach Restaurants verbracht (aber sind wir mal ehrlich, das hat sich auch verdammt gelohnt), im Family Mart (unser Supermarkt des Vertrauens) und dem Hin- und Her-Wälzen in zu harten oder zu weichen Betten. Vor allem die Kissen sind was ganz anderes – weich (dem europäischen Kopf vertraut, aber eher klein) oder hart (und das meinen sie auch so – gefüllt mit Kirschkernen oder Vergleichbarem). Das meist verwendete Wort Japans scheint „gozanmasu“ neben „domo arigato“ zu sein – und generell bedankt man sich immer für alles und zwar lang und ausführlich. Japaner sind somit wirklich höflich. Volker erfasste es mal schön: „Wenn sie beim Gig an dir im vollen Raum vorbei gehen dann würdest du in Deutschland angerempelt – in Japan spürst du nur einen Lufthauch.“ Und dafür entschuldigen sie sich dann auch noch. Auch überrascht haben uns die Preise; klar ist das ein oder andere teuer, aber alles in allem absolut vertretbar! Wasser die 1,5 l liegen zum Bsp. bei 80 Cent – Abendessen zwischen 10 und 20 Euro (letzteres aber dann eher wegen der adäquaten Menge Bier).

Bezogen auf die moderne Kultur lässt es sich eigentlich ganz gut zusammenfassen mit einem „Es ist ein ganz anderes Land!“ (Maddes) – es gibt einfach alles, aber dann auch völlig übertrieben.  Wir haben viele freundliche und feierwillige Menschen kennengelernt, eine ganz andere und faszinierende Kultur erfahren und die Möglichkeit gehabt, unsere Musik auf einer Tour zu präsentieren. Das alles macht unseren Trip zu einem vollen Erfolg.

Natürlich waren wir wegen der Musik hier – so haben wir acht Locations in sieben Städten gesehen. Hier einen Favoriten zu wählen ist eigentlich nicht möglich wobei Shizuoka und Tokyo – Outbreak schon weit vorne liegen. Aber die Leute waren immer anders – die anderen Bands, die Veranstalter, das Publikum – insbesondere der Absturz-Grad der Aftershowparties. Und wir mussten immer versprechen wiederzukommen. Mal sehen – vielleicht irgendwann wieder!   
Danke an alle, die diesen Block gelesen und aktiv mitgestaltet haben und immer eng an uns dran waren. Wir hoffen, dass wir uns demnächst auf dem ein oder anderen Gig in Deutschland (wieder)sehen!

Ready for take-off

Gestern waren wir noch recht viel in Tokyo unterwegs und mussten packen, da haben wir es nicht mehr geschafft uns zu melden. Hier noch ein paar Bilder:

Jetzt sind wir schon am Flughafen und gleich geht es wieder nach Frankfurt. Deswegen noch ein letztes japanisches Magenschmankerl:

Jetzt mal durchatmen

Nach nun genau zwei Wochen haben wir heute ganz langsam gemacht (mussten ja auch noch die vergangene Nacht verarbeiten…). Deswegen sind wir am späten Nachmittag entspannt nach Yokohama gefahren. Mit 3,7 Mio Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt Japans und gehört zum Ballungsgebiet Tokyos.

Zeitlich perfekt getimt, konnten wir die Bahn mit vielen Pendlern teilen:
Und wie immer zieht es uns nach oben – der 70-stöckige Landmark Tower mit seinen 295 m im Hafen Yokohamas war unser Ziel.Mit Japans schnellstem Aufzug (750m/min) fährt man bis zum Sky Garden im 69. Stock und kann eine gigantische Aussicht genießen.Mittlerweile recht hungrig haben wir uns in einem schicken Restaurant mit ein bisschen Hafenblick nieder gelassen und ins leckere Speisen gegönnt (Preise waren aber absolut vertretbar).

Frisch gestärkt lieferten wir uns noch ein kleines Battle im Airhockey der besonderen Art: 

Und jetzt erst mal gute Nacht – müssen uns erholen für den letzten Tag in Japan!

Tokyo – you are crazy!

Ein bisschen stressig wurde es für uns – gab es doch nach dem Soundcheck wieder ein Band-Meet-and-Greet: alles stehen im Kreis, begrüßen sich freundlich und werden eingenordet auf die Gegebenheiten vor Ort. Dann mussten wir aber nochmal kurz ins Hotel, ein paar Sachen holen und natürlich noch etwas Essen.Nach dem zu urteilen, dass wir zuvor nach Bildern aus der Speisekarte ausgewählt hatten, sind wir wohl bei einem Chinesen gelandet. Besonders Franco hatte seinen Spaß – Huhn mit Chili – und die hatte es in sich:Immer besorgt um das Wohl der anderen sind dank Maddes auch Martin und Volker satt geworden:Dann aber direkt zum letzten, finalen Gig unserer Japan-Tour.Der Laden war bereits gut gefüllt und die zweite von insgesamt sechs Bands hat gerade angefangen. Eine weitere Besonderheit bot dieser Gig außerdem – Bier auf Kosten des Hauses (Getränke sind in Japan für Bands grundsätzlich nicht frei), dieses Geschenk machte uns der Veranstalter zum Finale (erfolgreich im März von Volker ausgehandelt).

Anders war zudem das Umbaupausen-Programm – eine junge Dame im Krankenschwester-Outfit, die mit der Stimme einer Zwölfjährigen von der Arbeit singt – als Mittanzlieder – da lassen wir uns natürlich nicht lumpen:

Übrigens können sich die deutschen Clubbesitzer auch gerne hiervon inspirieren lassen:

Und dann waren, nach The Volts (mega gut) und The Funnyfunny (nice) endlich wir an der Reihe. Und was sollen wir sagen?! Saiko!! (=mega geil!)

Die Party danach hat ordentlich Spaß gemacht und wir durften viiieeele Fotos machen, mussten Shirts unterschreiben und Martin sorgte für große Freude mit dem Verschenken seiner Sticks.


Zu guter Letzt haben wir uns noch eine Absacker-Sake um die Ecke gegönnt um alles nochmal ein bisschen Revue passieren zu lassen…Und jetzt lauschen wir an der Matratze – good night, Tokyo!

It’s the final countdown – am Tag der Älteren

Heute ist Feiertag in Japan – es werden die Senioren zelebriert. Ganz nach diesem Motto haben wir uns in Ruhe und Entspannung geübt und erst mal ganz vernünftig ausgeschlafen. Maddes hat die hoteleigene Waschmaschine ausprobiert (passt noch alles, die integrierte Trocknerfunktion ist wohl jedoch eher Dekoration als Feature) und wir haben uns ein leckeres Frühstück im Tully’s gegönnt.
Und weil wir natürlich auch noch ein bisschen was mitbekommen wollen haben wir den Nogi Jinja Schrein in Gehweite von unserem Hotel besucht. 

Erbaut 1937 wurde der Schrein Nogi Maresuke (1849 – 1912) und seiner Frau gewidmet. Als General der japanischen Armee hat Maresuke sich vor allem in den Bürgerkriegen Japans einen großen Namen gemacht. Sein Wohnhaus im Stil französischer Armeegebäude mit großem Garten befindet sich direkt neben dem Schrein. Maresuke und seine Frau, als überzeugte Vertreter der Samurai-Mentalität, vollzogen mit Tod des Kaisers Meiji den Harakiri.

Und selbstverständlich sind wir sehr bemüht uns an die örtlichen Vorgaben zu halten – auch wenn es nur Straßenschilder sind:

Und jetzt ist es auch schon Zeit für den letzten Soundcheck vorm letzten Gig im Outbreak.

Home sweet Tokyo

Wieder zurück in unserem Block Akasaka können wir vermelden das unser Family Mart (die kleine Supermarktkette, die es in jeder Stadt in Hotelnähe gibt und alles verkauft, das uns am Leben hält) noch steht und die Zimmer im Grand Fresa uns wieder freundlich empfangen haben. Schlaf-Kimono liegt bereit!

Es regnet sehr stark, das hat uns zu Entspannung verleitet und wir haben uns erst zum Abendessen aus dem Hotel geschlichen. Wir sind in einem verwinkelten Restaurant gelandet – wieder mit Separees. Ein bisschen hatten wir den Eindruck wir haben zu einer konspirativen Sitzung geladen.Bestellt haben wir eine kreative Variation aus der Karte mit Sashimi, Fleisch-Spießen ( jede Menge Teile des Hähnchens – auch die Innereien und den Knorpel), Fisch und Nudeln. 

Zum Abschluss gönnen wir uns noch ein Bier in einer Kneipe um die Ecke.So konnten wir auch gleich drei weitere Gäste für morgen abend im Outbreak rekrutieren und haben Pflaumen- und Orangenwein probiert.

Also bis morgen!