Jetzt isch over!

Unsere Tour ist vorbei – die harte Realität hat uns wieder. Und die Tage sind vergangen wie im Flug. Wir haben viel gesehen, viel erlebt und viel über uns gelernt. Von Gig zu Gig haben wir ganz verschiedene Leute kennengelernt, kein Auftritt war wie der andere. Feststellen konnten wir, dass wir eine super WG abgeben würden – Maddes kann kochen, Martin sorgt für das Unterhaltungsprogramm, Volker kann das alles erklären und Franco geht Enten jagen; damit wäre das Überleben gesichert – und wenn man so sanft geweckt wird wie in Brandenburg ob der Havel, was soll da schon schief gehen? Aber auch wenn wir nicht gekocht haben war unser Fortbestehen gewährleistet, denn 2017 muss Martin seinen inneren Asiaten entdeckt haben – findet er doch in jeder beliebigen Stadt das örtliche Ramen-Restaurant. Außerdem ist uns irgendwie auch niemals das Bier ausgegangen?! Und wir können mehr als wir dachten, Maddes z.B. kann jederzeit zum Frisör umschulen. Jedoch sollte er dabei warnen „oben rum wirds frisch!“. Aber wir haben auch reflektiert: Segway-Fahren gehört definitiv absolut überhaupt nicht zu Maddes‘ Stärken – will man ihn mal langfristig irgendwie beschäftigen kein Problem: einfach mit Segway an einer 2cm-Bordsteinkante abstellen, nach 3 Stunden ist er immer noch da. Dennoch, wir haben alles zusammen durchgestanden, die immer wieder logische Begründung: wenns halt alle machen. Und was alle immer machen, weils geht – Yeah, we’re Mexican – mittlerweile sind wir praktisch Mexikaner-Sommeliers – können feinste Nuancen dieses köstlichen Getränks differenzieren.

Aber bei all dem Erlebten wollen wir nicht vergessen: ein fettes Danke für all die Unterstützung, im Speziellen Freddy und Holger, Emkey, die Crew der Agentenzentrale und des C.Kellers, den Leuten des Ortes, der nicht genannt werden darf und den Leuten des Wild At & Tikki Heart, Julian, unserem Reiseführer, dem begeisterten Publikum auf dem Weimarer Marktplatz Samstag Mittag, all den Gästen auf unseren Gigs, Holgers Handstaubsauger, dem veganen Curry, euch, die ihr lesend voll immer mit dabei wart, dem Busverleiher und der gesamten Hardworschd-Industrie.

Also bis bald in Offenburg, Richen, … and don’t stop believing!

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Es ist uns (wie immer) ein Fest!

Wir haben ja, entgegen unserer üblichen Hood in Weimar, die Location gewechselt – statt Gerber der C.Keller. Und wie immer ist es uns ein Fest! Emkey ist ein Booker/Gastgeber ohne Gleichen – begrüßte er uns doch mit Kaffee, besorgte uns Mexikaner, einen unbegrenzten Zugang zu Bier, hat uns ein Schlafgemach bereitet und wird uns morgen auch noch mit einem Brunch auf Heimreise schicken. Aber noch sind wir hier und genießen es in vollen Zügen!Nicht unerwähnt bleiben sollte übrigens auch unsere Früh/Mittag/Abendstückessen – skeptisch begrüßend hat uns die Bedienung des Schwarzen Bären einen Tisch zugewiesen, erneut haben wir einmal die gesamte Karte, dieses Mal thüringischer Köstlichkeiten, bestellt und soweit wieder hergestellt kann es eine sehr sehr lange Nacht werden! Weimar Rock City!

Hasch a was alkoholfrais?

Es wurde früh, mal wieder. Haben uns in den Bus gequält und auf Richtung Weimar.Die Fahrt haben wir jeder nach seinem Gutdünken zugebracht.Maddes war aber so nett uns mit Metal zu wecken – so fährt man vor in der Stadt der Dichter und Denker. Direkt erst mal zum C.Keller, das 3-Doppelstockbett-Zimmer beziehen, aufbauen und soundchecken. Noch zu erwähnen wäre die Ankunft auf dem an einem Samstag Mittag mehr als gut besuchten Marktplatz Weimars: der Bus fährt vor, hält mittig auf einer großen frei einsehbaren Fläche zwischen den Buden, heraus stolpern 5 sehr verkaterte Jungs, die Tür zum Laderaum wird geöffnet, heraus fallen eine größere Anzahl leerer Bierflaschen, es scheppert, klirrt, Glas bricht – Stille – ALLE blicken zum Bus – Maddes:“ Danke! Danke! Wir sind noch die ganze Woche hier!“ – großes Gelächter.

Jetzt sammeln wir uns erst mal noch ein bisschen – scheinbar nötig, musste François sich erst mal was alkoholfreies bestellen.

und nachher melden wir uns wieder mit News vom Gig aus dem C.Keller Weimar. Bis dahin zur Überbrückung noch ein kleines Video a la ‚Was bisher geschah‘:

„Ganz passabel!“

Wir haben es doch noch nach Leipzig Innenstadt geschafft und viel gelernt und viel gesehen

  • die Nicolai-Kirche
  • die Mädlerpassage, mit dem Auerbachskeller (wird aber doch kein Metall hier gespielt, obwohl der Name was anderes vermuten lässt)
  • die Goethestatue beim Markt, eine Gelegenheit für Volker uns mehr über bestimmt korrekte geschichtliche Hintergründe Leipzigs zu erläutern
  • am Markt sind wir abgebogen zur Thomaskirche, in der Bach beerdigt ist. Auch Bartholdy und Luther haben hier vorbei geschaut.

Angeregt von so viel geschichtsträchtiger Kunsthistorie haben wir uns erst mal gestärkt mit, logisch in Leipzig, mexikanischem Essen:

Geschickt getimt konnten wir direkt in der Location aufschlagen für ein erstes Kennenlern-Bier. Da sind wir auch direkt von Klaus* gebeten worden die Location nicht namentlich zu nennen da nur geduldet aber nicht legal. Vom Wembley Stadium* aus haben wir uns nochmal in unsere WG bequemt, natürlich nicht ohne dazwischen die Biervorräte aufzufüllen. Wenig später zurück im Fichtenelch* konnten wir auch direkt die anderen Bands des Abends kennenlernen – vor allem mit K-Man & the 45s fühlen wir uns verbunden, kommen sie doch aus Montreal/Kanada und ihr Sänger ist marginal älter als 30. Volle Konzentration,die Stimme mit Honig aus Toulouse ölen,die gepflegten Örtlichkeiten aufsuchen und los gehts!

Als zweite Band des Abends im Planet Express Hauptquartier* haben wir uns ein großes Kompliment von einem sehr anspruchsvollen Publikum auf, wie eine große deutsche anspruchslose Zeitung titelte, „Deutschlands gefährlichste[n] 80 m“ geholt: ganz passabel! Das animiert zum Weitertrinken, natürlich mit vorzüglicher Stärkung durch selbstgekochtes veganes Curry in Doug’s Diner*!Prost und bis morgen wieder – aus Weimar!

(*Name wurde von der Redaktion geändert)

Wir sind jetzt eine WG…!

Wir sind in Leipzig angekommen und haben den Andromeda(-Nebel) bezogen. Da in unserem Hostel alle Zimmer Namen mit All-Bezug haben können wir wirklich froh sein nicht in Uranus zu nächtigen… Wir haben es wirklich gut getroffen, ein eigenes Apartment für uns mit Küche und Bad.Bei so viel Luxus haben wir direkt in den Urlaubsmodus gewechselt, Volker ging saunieren, der Rest entspannt Rouladen und Klöße verzehren. Und den Connewitzer Rhabarberlikör probieren. Im örtlichen Rewe haben wir uns wieder getroffenTrink- und Essensvorräte auffüllen. Wir können scheinbar froh sein Volker wieder zu haben, denn Mircos Sauna war in Mircos Hobbykeller, in dem Mirco persönlich Wagner-Pizza und Bier ausgibt, um anschließend beim Aufguss gegen die sehr niedrige Decke zu schlagen. Anyway, im Rewe hat Volker sich direkt auch, durch ein eingehendes Fachgespräch, mit der Fleischereifachverkäuferin angefreundet – als auch Maddes die Theke aufsuchte wurde er aufgrund der Recherchetätigkeit der dortigen Dame direkt identifiziert und mit Namen begrüßt und konnte seinen Einkauf tätigen während die Mitarbeiter sich Gig in Japan anschauten.

Zurück in der Wohnung haben wir entspannt noch ein Bierchen genossen, einen Film geschaut und uns dann in die Ost- und Westflügel zur Nachtruhe zurückgezogen.

Und warum wir Maddes mitgenommen haben wissen wir seit heute morgen auch, hat er uns doch, mit Martins Unterstützung, Frühstück zubereitet – Spiegeleier, Baked Beans, Avocado und Tomaten, frische Brötchen und eine Auswahl an Brotbelag und -aufstrichen sowie schokoladen- und koffeinhaltigen Heißgetränken.

Ganz entspannt werden wir uns dann wohl noch etwas Leipzig anschauen bevor wir heute Abend im Stö am Start sind – und da haben wir schon jetzt richtig Bock drauf!

We felt Wild at Heart!

Pünktlich eintreffend wurden wir gleich um 18 Uhr vom Mischer in Empfang genommen. Die Bühne hatte eine bequeme Größe und allerlei vorteilhafte Annehmlichkeiten wie fest installierte Gitarrenhalter und Gaffa-Spender. Volker wurde auch extra prominent ein Stück weit vor der restlichen Band positioniert – durfte er eben auch mal was Besonderes sein. Im Tiki Heart nebenan wurden wir dann auch direkt noch verköstigt – Hühnerbrustputenchicken-Curry auf Paprika, Zucchini, Karotten, Zwiebeln an einer Reispyramide. Gereicht wurde dazu ein kühles Bier.Im wohl temperierten Backstage-Raum mit eigener Toilette haben wir uns nochmal gesammelt und konzentriert und dann raus auf die Bühne. Wir hatten ja mal wieder 24 Songs am Start.Hat echt Bock gemacht, den Leuten hat es gefallen und wir dürfen wieder kommen – scheinen doch etwas richtig gemacht zu haben. Wir haben natürlich auch was gelernt:

  • Maddes spricht ausreichend französisch um begeisterten französischen Konzertbesuchern eine CD zu verkaufen – Attention, il y a partout des écureulis!
  • Es ist total praktisch sich direkt in Berlin mit dem Freiburger Drummer von Brutto Tempo für den Gig kommende Woche in Offenburg abzustimmen zwecks Schlagzeug – wenn er doch schon zufällig im Wild at Heart ist.
  • Francos Kumpel aus Berwangen, der zufällig in Berlin war, fand den Gig auch gut.
  • Entgegen Volkers Befürchtungen kommt seine neue Frisur doch recht gut an.

Das Wild at Heart hat natürlich einen selbstgemischten „Mexikana“ – und dann gingen die Runden auch noch aufs Haus – na dann:Irgendwann muss aber auch dieser Abend zu Ende sein – zumindest im W@H. Also Zeug ins Hotel, Sachen zum Trocknen aufhängen und auf zum Trinkteufel. Man muss ehrlich sagen, es gibt wunderliche Gestalten in Berlin, ein Teil davon scheint nachts gern den Trinkteufel zu besuchen. Bis dato war es uns auch nicht bewusst, aber man sollte immer ein Notfall-Brötchen dabei haben! Gerade uns, die immer einen Grundstock an Hardworscht dabei haben, hätte das eigentlich klar sein müssen. Anyway, jetzt haben wir Berlin schon hinter uns gelassen – on the road to Lejpzsch! Natürlich sind wir aber nicht los, ohne die Hardworschtvorräte aufzufüllen. Scheinbar ist es nicht angedacht dazu den Einkaufswagen aus dem Supermarkt zu entfernen, blockierte Räder – aber Martin und Dr. Volker haben das Problem umgehend gelöst:(wir haben ihn natürlich zurück gebracht). Und ordentlich gefrühstückt:

Und jetzt also mit Vollgas nach Leipzig– oder so ähnlich; aber egal, wir sind gut drauf!Bis bald aus Sachsen!

Volker is the one who knocks…

Die Uhren umzustellen hat uns etwas aus dem Rhythmus gebracht, weshalb wir unser Versprechen, Maddes würde es Volker zärtlich machen, erst Dienstag einlösen konnten. Und man muss auch so ehrlich sein, Volker hat sich auch geziert. Aber man steht ja zu seinem Wort und deshalbUnd jetzt wo alles durch ist, ist auch Volker überzeugt, dass es echt ne gute Idee war.Aber mit der er der neu gewonnen Freiheit oben rum bei kalten Temperaturen, da muss man sich erst mal dran gewöhnen. Da nicht geplant, mangelt es an Kopfbedeckungen – wie vorteilhaft als Pennysurfers unterwegs zu sein, direkt mal den Merchkoffer geplündert und werbewirksam unterwegs zu sein.Wie gesagt, gestern Abend war die Simon-Dach-Straße unser Ziel. Dank Maddes wissen jetzt auch, dass wir diesem Mann die Erfindung des Daches verdanken, auch wenn die Schweizer das für sich beanspruchen, aber das kann man ja in jedem Geschichtsbuch nachlesen. Jedenfalls haben wir natürlich wieder ein paar neue Kneipen kennengelernt und natürlich auch wieder den örtlichen Mexikaner probiert. Ist aber gar nicht so spät geworden, schon um halb fünf haben wir an der Matratze gelauscht.

Dementsprechend haben wir das Frühstück in das Mittagessen integriert – Martins Wunsch nach asiatischer Küche Folge leistend, kehrten wir im Fire Tiger ein und gönnten uns einmal quer die ganze Karte.Noch ausstehend vom SeaLife, bei dem wir aus einem rückwirkend nicht mehr ganz nachvollziehbaren ökonomischen Vorteil ein Kombiticket erworben haben, mussten wir heut in den Berliner Dungeon. Recht früh war klar – Franco geht voraus. Therapeutisch war es sicherlich für Volker interessant, konnte er sich doch intensiv mit der kanadischen Urangst vor Dunkelheit auseinandersetzen. Insgesamt war es nicht schlecht, gemeinsames Aufschrecken ist bestimmt irgendwie gut fürs Gruppengefühl. Und natürlich hat Franco das alles sehr entspannt lächelnd hingenommen, der Fotobeweis am Ende der Tour hat das bestätigt.

Adrenalin-Pegel in die Höhe getrieben sind wir jetzt auch völlig bereit für das, wofür wir eigentlich hier sind: der Gig im Wild at Heart steht unmittelbar bevor!